Bahnsperrung

So war’s 2018: Pendler stöhnten über verdoppelte Fahrtzeiten

Viele Pendler mussten während der letzten Sperrung den Schienenersatzverkehr nutzen. Dadurch brauchten viele von ihnen doppelt so lange bis zu ihrem Ziel.

Viele Pendler mussten während der letzten Sperrung den Schienenersatzverkehr nutzen. Dadurch brauchten viele von ihnen doppelt so lange bis zu ihrem Ziel.

Foto: Kai Kitschenberg

Essen.   In den vergangenen Herbstferien wurde die Strecke Essen – Duisburg schon einmal gesperrt. Pendler berichteten von erheblichen Zeitverlusten.

Lange Wartezeiten, langsame Ersatzbusse und ständiges Umsteigen: In den kommenden Sommerferien brauchen die Pendler wieder viel Geduld. Denn wie schon in den Herbstferien vergangenen Jahres müssen sie sich auf Grund der Sperrung der Strecke Duisburg - Essen auf einen erheblichen Zeitverlust einstellen.

Im letzten Oktober wurde die Strecke bereits gesperrt – für zwei Wochen. Damals berichteten die Pendler schon nach einer Woche von erheblichen Zeitverlusten. Viele von ihnen brauchten doppelt so lange, um ihr Ziel zu erreichen. Trotz der Herbstferien war der Strom der Reisenden in Richtung Essen beachtlich.

Auf Grund der großen Menschenmassen pendelten Ersatzbusse den ganzen Tag im Zehn-Minuten-Takt. Einer fuhr die Strecke der S-Bahn-Linie 1 mit Halt in Mülheim-Styrum, Mülheim Hauptbahnhof, Essen Frohnhausen und Essen-West ab. Er benötigte oft knapp eine Stunde bis zum Zielort Essen Hauptbahnhof. Der Bus, der den Regionalexpress 1 ersetzte und nur am Mülheimer Hauptbahnhof Zwischenstopp macht, war etwa 15 Minuten schneller unterwegs.

20 bis 40 Hilfesuchende pro Stunde

Bei der damaligen Sperrung stellte die Bahn im Essener Hauptbahnhof einen rollenden Informationsstand im Tunnel zu den Bahngleisen auf. 20 bis 40 Pendler suchten dort pro Stunde Hilfe. Die meistgestellten Fragen lauteten: Von wo fahren die Ersatzbusse los? Wie lange dauert das noch mit der Sperrung? Wie erreiche ich von hier mein Ziel?

Erstere Frage beantworteten auch die roten Fußstapfen, die im Hauptbahnhof auf den Boden geklebt sind und auch in den kommenden Sommerferien den Weg zu den Ersatzhaltestellen weisen wird.

Fahrpläne für die Sommerferien bereits einsehbar

Denn in den Sommerferien wird wieder ein Schienenersatzverkehr für die Pendler eingerichtet. Wie genau die Lösungen im Detail aussehen, wird die Bahn aber erst einige Wochen vor Beginn der Baumaßnahmen veröffentlichen. Während der Bauarbeiten müssen Bahnreisende „mehr Zeit einplanen“, sagt Bahnsprecherin Kirsten Verbeeck. Bei einigen Verbindungen im Nah- und Fernverkehr könne ein zusätzlicher Umstieg vonnöten sein.

Genauere Informationen gibt es auf der Internetseite der Bahn. Auch das kostenfreie „BahnBau-Telefon“ steht unter 0800-5996655 für Fragen zur Verfügung. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits Fahrpläne und Änderungen für die Sommerferien über das Online-Auskunftssystem der Bahn einsehbar.

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