Fahrrad

Volksinitiative will ein „Fahrradgesetz“ für NRW

Seit diesem Wochenende (auf dem Foto: ein ADFC-Stand in Gladbeck) werden in ganz NRW Unterschriften für den „Aufbruch Fahrrad“ gesammelt.

Seit diesem Wochenende (auf dem Foto: ein ADFC-Stand in Gladbeck) werden in ganz NRW Unterschriften für den „Aufbruch Fahrrad“ gesammelt.

Foto: Oliver Mengedoht

An Rhein und Ruhr.   Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“: Verbände und Gruppen sammeln Unterschriften, damit der Radverkehr an Rhein und Ruhr künftig besser rollt.

Aufbruchstimmung – und das nicht nur bei ein paar versprengten Fahrrad-Enthusiasten: In Köln wurde am Wochenende die nrw-weite Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ gestartet. Sie soll die Bedingungen für Radfahrer in Nordrhein-Westfalen so weit verbessern, dass der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehr von derzeit 8 % bis auf 15 % im Jahr 2025 steigt. „Es gibt viele Menschen, die eine echte Mobilitätswende wünschen“, zeigte sich Ute Symanski, die Vorsitzende des Fahrradkongresses „Radkomm“ überzeugt.

1000 Kilometer Radschnellwege, mehr Fahrradstraßen, eine Lastenradprämie von 1000 Euro, kostenlose Radmitnahme im Nahverkehr: Gut 66 000 Unterschriften sind binnen eines Jahres nötig, damit sich der Landtag in Düsseldorf mit diesen und weiteren Forderungen befasst. Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), ist zuversichtlich, diese Hürde deutlich zu übertreffen. Ein Fahrradgesetz für NRW sei idealerweise das Ziel der Volksinitiative. Klar sei aber auch: „Wir müssen noch viele Entscheider überzeugen“, meinte Semmelmann, dem die Verkehrssicherheit für Radfahrer ganz wichtig ist. Er verwies auf die bereits sechs Radfahrer, die in diesem Jahr schon von abbiegenden LKW getötet wurden.

Hinter der Volksinitiative stehen Verbände wie ADFC, VCD, Nabu und BUND. Insgesamt ist das Bündnis „Aufbruch Fahrrad“ auf mittlerweile gut 80 sowohl landesweite wie auch lokale Verbände und Gruppen angewachsen. Die Forderungen beziehen sich nicht nur auf die Großstädte sondern ausdrücklich auch auf das platte Land – wie z.B. den den Niederrhein.

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