Wolfsnachweis

Behörde bestätigt: Wölfin hat Rotwildkalb bei Hünxe gerissen

Mindestens seit April ist eine junge Wölfin in den Wäldern rund um Schermbeck unterwegs.

Mindestens seit April ist eine junge Wölfin in den Wäldern rund um Schermbeck unterwegs.

Foto: Lino Mirgeler/dpa

Am Niederrhein.   Nach genetischen Untersuchungen steht fest: Das am 29. September im Kreis Wesel tote Hirsch-Kalb geht aufs Konto von Wölfin GW954f.

Ein bei Hünxe gerissenes Rotwildkalb geht auf das Konto der in der Region ansässigen Wölfin mit der wissenschaftlichen Kennung GW954f. Das hat das Landesumwelt (Lanuv) am Mittwoch bestätigt.

Genetische Untersuchungen durch das durch das Senckenberg-Forschungsinstitut hätten das bestätigt. Das Rotwildkalb war am 29. September gefunden worden. Mehrere Nutztierrisse – unter anderem in Dinslaken, Hünxe und Dorsten – werden aktuell noch untersucht.

Seit April in der Region ansässig

Die junge Wölfin GW954f stammt ursprünglich aus dem niedersächsischen Schneverdingen.Sie ist seit mindestens Mitte April in der Region Schermbeck ansässig. Damals konnte erstmals ein gerissenes Schaf ihr zugeordnet werden.

Zum 1. Oktober hatten die Behörden das „Wolfsgebiet Schermbeck“ ausgewiesen – das erste und bislang einzige in Nordrhein-Westfalen. Im „Wolfsgebiet“ werden vorbeugende Herdenschutzmaßnahmen gefördert.

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