Kommentar

Die EM 2024 bei ARD und ZDF? Nicht um jeden Preis

Aufmunterung vom Spielfeldrand: Joachim Löw in Belfast.

Aufmunterung vom Spielfeldrand: Joachim Löw in Belfast.

Foto: Foto: Christian Charisius / dpa

Essen.  Bei den aberwitzigen Bieterschlachten um die Fernsehrechte bewahren die öffentlich-rechtlichen Sender einen kühlen Kopf. Ein Kommentar.

Keine Panik! Noch laufen die Übertragungen der Fußball-EM 2024 nicht exklusiv auf den Streamingkanälen der Telekom, noch geht der „normale“ TV-Zuschauer nicht leer aus. In den kommenden Monaten wird noch viel passieren.

Vorbild Olympische Winterspiele

Werfen wir einen Blick zurück auf die Olympischen Winterspiele 2018: Auch hier hatten ARD und ZDF zunächst das Nachsehen, auch hier zürnten Gebührenzahler und fragten sich, wofür sie eigentlich 17,50 Euro im Monat bezahlen. Es kam dann doch zur Einigung mit dem Eurosport-Betreiber Discovery. Dafür soll sogar weitaus weniger Geld geflossen sein, als Discovery ursprünglich verlangt hatte.

Mit kühlem Kopf in der Bieterschlacht

Und genau das muss man den Öffentlich-Rechtlichen zugute halten: Dass sie eben nicht um jeden Preis in den immer verrückter werdenden Bieterschlachten mitmischen, dass sie einen kühlen Kopf bewahren können. Bleiben wir in der dem Anlass gegeben Sprache: Im Spiel um die EM 2024 ist gerade die erste Halbzeit vorbei, auch die Öffentlich-Rechtlichen und Privatsender wie RTL werden noch ihre Chance bekommen, sich mit der Telekom zu einigen. Die Spiele des deutschen Teams, die Halbfinals und das Endspiel müssen sogar im frei empfangbaren und allgemein zugänglichen Fernsehprogramm zu sehen sein – das garantiert nämlich der Rundfunkstaatsvertrag.

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