Ein Sieg für den Kopf

Mönchengladbach.  Nach dem 3:2 (1:1) gegen Hertha BSC musste die aufgestaute Verärgerung über die vorhergehende Serie von drei Niederlagen raus. „Nein, danke“, sagte Borussia Mönchengladbachs Kapitän Tony Jantschke, als ihn die Medienvertreter zum Sieg befragen wollten. Normalerweise ist der Verteidiger auskunftsfreudig, doch diesmal reagierte er nachtragend.

„Diese drei Niederlagen nerven mich ungemein. Auch genauso das ganze Krisen-Gerede“, hatte Jantschke schon vor dem Spiel gesagt. Danach sprach er nur kurz zum TV und bestätigte, dass er und seine Kollegen ordentlich unter Stress standen. „Es war wichtig, dass wir nicht in einen Negativstrudel reingeraten sind“, sagte Jantschke, der mit einem Flugkopfball das 1:0 in der neunten Minute erzielt hatte.

Jantschke bekam Unterstützung von Christoph Kramer: „Das war eine gute Antwort auf die angedichtete Krise“, sagte der Weltmeister. „Dieser Sieg war sehr wichtig, auch für den Kopf“, machte Patrick Herrmann die psychologische Bedeutung des Sieges deutlich.

So hielt die Borussia vor 50 190 Zuschauern den Kontakt zu den vier ersten Tabellenplätzen. Julian Schieber (45.) hatte zunächst ausgeglichen; Raffael (53.) und Thorgan Hazard (83.) brachten Gladbach auf die Siegesstraße. Salomon Kalous verwandelter Foulelfmeter (90.+2). zum 3:2-Endstand kam zu spät.

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