Eishockey

Andreas Jenike lässt die Iserlohn Roosters verzweifeln – 1:4

Nur er überlistete Andreas Jenike: Justin Florek erzielte das 1:0 für die Iserlohn Roosters.

Nur er überlistete Andreas Jenike: Justin Florek erzielte das 1:0 für die Iserlohn Roosters.

Nürnberg.  Die Iserlohn Roosters verloren ihr zweites Saisonspiel in der DEL bei den Nürnberg Ice Tigers mit 1:4. Erneut vergaben sie zu viele Torchancen.

Acht Minuten waren zwischen den Nürnberg Ice Tigers und den Iserlohn Roosters noch zu spielen und die intensive Partie unterbrochen. Andreas Jenike nutzte diese Gelegenheit. Er schob seinen schwarzen Helm mit den drei roten Flammen nach oben auf den Kopf und nahm zwei, drei Schlücke aus seiner Trinkflasche. Er, der Schrecken der Sauerländer an diesem zweiten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga, atmete durch, schöpfte neue Kraft, um in der Schlussphase weiter eine für die anstürmenden Roosters unüberwindbare schwarze Wand darzustellen.

Mit 1:4 verloren die Iserlohner am Ende ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison in Nürnberg. Und während es am Freitagabend bei der 1:2-Heimniederlage nach Verlängerung gegen die Schwenninger Wild Wings deren Torwart Dustin Strahlmeier war, der den Unterschied machte, scheiterten die Roosters diesmal an Andreas Jenike.

„Wir müssen defensiv gut stehen, wir müssen von der Strafbank fernbleiben – und wir müssen unsere Torchancen nutzen“, sagte Roosters-Trainer Jari Pasanen vor der schweren Aufgabe in Nürnberg, wo die Sauerländer 30 von insgesamt 37 Duellen in der DEL verloren und wo sie seit sechs Jahren keinen dreifachen Punktgewinn feierten.

Nürnberg kein gutes Pflaster

Dass diese Negativserie am Sonntagabend nicht riss, lag wie gegen Schwenningen an der mangelnden Chancenverwertung. Die Roosters kämpften leidenschaftlich, sie begegneten den Nürnbergern auch spielerisch auf Augenhöhe. Und sie gingen in der 7. Minute sogar mit 1:0 in Führung. Justin Florek nutzte das erste Powerplay seiner Mannschaft und schob einen Abpraller von der Bande gedankenschnell ein.

Obwohl die Sauerländer erst am Spieltag nach Nürnberg gereist waren, schienen sie frisch auf dem Eis zu stehen. Denn im Verlauf des ersten Drittels kamen sie immer wieder zu Großchancen. Nürnberg legte allerdings ebenfalls zu und glich in der 19. Minute zum 1:1 durch Taylor Aronson aus. Philippe Dupuis erhöhte zu Beginn des zweiten Drittels, das an die Gastgeber ging, auf 2:1 (23.), Marco Pfleger in Überzahl auf 3:1 (26.).

„Irgendwann wird der Fluch brechen“

„Wir müssen Tore schießen, sonst gewinnt man keine Spiele“, sagte Roosters-Spieler Marko Friedrich gegenüber Telekomsport zu den zig Chancen und Schüsse, die Jenike ebenso vereitelte, wie auf der anderen Seite Mathias Lange stark hielt. „Irgendwann wird der Fluch brechen“, ergänzte Friedrich. Dass das 1:4 von Yasin Ehlitz ins leere Roosters-Tor (60.) trotz einer Abseitsstellung zählte, regte Trainer Jari Pasanen zwar in dem Moment auf, war nach der Partie aber höchstens noch ein Randaspekt.

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