Roosters

Höfflin schockt die Iserlohn Roosters in der Verlängerung

Ein packender Auftakt auf dem Iserlohner Eis: Die Roosters (in blau) empfingen die Wild Wings - und verloren nach Verlängerung.

Foto: Ralf Rottmann

Ein packender Auftakt auf dem Iserlohner Eis: Die Roosters (in blau) empfingen die Wild Wings - und verloren nach Verlängerung. Foto: Ralf Rottmann

Iserlohn.  Die DEL-Saison hat begonnen: Die Iserlohn Roosters verloren mit 1:2 nach Verlängerung gegen Schwenningen. Jack Combs vergab einen Penalty.

Abgekämpft drehten Johan Larsson und Sebastian Dahm mit hoch geschobenen Helmen eine Runde über das Eis und applaudierten den eigenen Fans. Der Rest der Iserlohn Roosters verschwand zügig von der Eisfläche, denn so hatten sie sich den Saisonstart in die Deutsche Eishockey Liga nicht gewünscht. Mit 1:2 nach Verlängerung verloren die Sauerländer das Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings, weil Mirko Höfflin in der dritten Minute der Overtime für die Gäste traf.

Dabei hätte es nicht so spannend werden müssen.

Neuer Stürmer ärgert sich

Jack Combs riss sich fast die großen Kopfhörer herunter. Der Stürmer der Iserlohn Roosters ärgerte sich immer noch. Das sahen alle, die zu Beginn der zweiten Drittelpause auf die Eisfläche schauten. Und das hörten alle, die im Rahmen der Telekom-Live-Übertragung im Internet das Interview mit der neuen Nummer 88 der Sauerländer verfolgten. Jack Combs ärgerte sich – über sich selbst.

Penaltys im Eishockey sind keine einfache Angelegenheit, doch Combs kam vor der am Freitag eröffneten neuen Saison der Deutschen Eishockey Liga mit der Empfehlung an den Seilersee, Torschützenkönig der vergangenen Hauptrunde der DEL geworden zu sein. Fast hätte er diesen Penalty verwandelt. Am Ende gewann Wild-Wings-Torwart Dustin Strahlmeier das Duell gegen Combs.

30 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt in der mit 4967 Zuschauern ausverkauften Eishalle gespielt und die Gäste bereits in der 3. Minute in Führung gegangen, nachdem Roosters-Torwart Sebastian Dahm den Puck unglücklich mit dem Schlittschuh selbst ins Tor befördert hatte. Dahm rechtfertigte allerdings im weiteren Spielverlauf mehrfach mit starken Paraden das Vertrauen, das Roosters-Trainer Jari Pasanen ihm geschenkt hatte, indem er dem Zugang den Vorzug vor Mathias Lange gegeben hatte. Den Rückstand glichen die Gastgeber zudem schon 36 Sekunden später wieder aus. Jason Jaspers traf mit einem Schuss von der blauen Linie zum 1:1.

Auf Augenhöhe

„Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, in dem es darauf ankommt, dass wir den Kampf annehmen“, hatte Pasanen im Vorfeld gesagt – und so kam es. Doch sie versäumten es, eine ihrer Torchancen zu nutzen. Ob Chad Costello, Jason Jaspers oder Justin Florek, sie scheiterten an Strahlmeier, der seinem Gegenüber Dahm in nichts nachstand. Die größte Gelegenheit vergab Combs beim Penalty.

Das Spiel blieb deshalb spannend und wurde wieder ausgeglichener, nicht jedoch hochkarätiger. Als Chris Brown eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt, erwachte auch das Publikum am Seilersee wieder. Ein gellendes Pfeifkonzert begleitete die Bemühungen der Wild Wings und gemeinsam retteten sich die Iserlohner in die Verlängerung.

Jari Pasanen fand nach dem Spiel klare Worte: „ So ein Ende tut verdammt weh. Strahlmeier hat Schwenningen zwei Punkte gesichert“, hob der Iserlohner Trainer die Leistung des Keepers hervor. Pasanen hielt aber auch fest: „Wir hatten in 60 Minuten genug Chancen, Tore zu schießen.“ Die nächste Möglichkeit dazu ergibt sich am Sonntag: Um 19 Uhr beginnt das Spiel bei den Nürnberg Ice Tigers.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik