Bundesliga

1. FC Köln: Auch Modeste protestiert gegen Rassismus

Kölns Anthony Modeste hält nach seinem Treffer zum 2:3 gegen Leipzig  seine helle Innenseite der rechten Hand und die dunkle Außenseite der linken Hand nebeneinander.

Kölns Anthony Modeste hält nach seinem Treffer zum 2:3 gegen Leipzig seine helle Innenseite der rechten Hand und die dunkle Außenseite der linken Hand nebeneinander.

Foto: firo

Köln.  Kölns Anthony Modeste hat sich beim Spiel gegen Leipzig den Protesten gegen Rassismus angeschlossen. Sein Klub wertet dies als „klares Signal“.

Anthony Modeste vom 1. FC Köln hat sich mit einem Torjubel den Protesten zum Tod des dunkelhäutigen George Floyd und gegen Rassismus angeschlossen. Der französische Stürmer zeigte nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:3 gegen RB Leipzig in der Fußball-Bundesligapartie am Montagabend demonstrativ seine helle Innenseite der rechten Hand und die dunkle Außenseite der linken Hand nebeneinander. Auf Instagram schrieb er zu einem Foto dieser Szene: „#noracism#strongertogether#justiceforgeorgefloyd“ (#keinRassismus#gemeinsamstärker#GerechtigkeitfürGeorgeFloyd). Sein Verein wertete dies als „klares Signal“ des 32-Jährigen.

Am vergangenen Spieltag hatten durch verschiedene Aktionen und Gesten auch die Profis Jadon Sancho und Achraf Hakimi von Borussia Dortmund sowie Weston McKennie vom FC Schalke 04 und Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach auf dem Rasen gegen den gewaltsamen Tod von Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA protestiert.

DFB-Präsident Keller zollt „großen Respekt“

DFB-Präsident Fritz Keller hatte Verständnis und „großen Respekt“ dafür geäußert. „Ob und welche Sanktionen die Solidaritätsbekundungen der Spieler nach sich ziehen werden, muss der DFB-Kontrollausschuss klären“, hieß es vom Deutschen Fußball-Bund weiter. Es solle festgestellt werden, „ob das Spiel und das Spielfeld der richtige Ort für diese Handlungen sind“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

In den DFB-Regeln heißt es unter anderem, dass die Spieler keine Unterwäsche mit „politischen, religiösen oder persönlichen Slogans“ zeigen dürfen. Auf diese Weise hatten die beiden Dortmunder Profis ihren Protest ausgedrückt. (dpa)

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