Fußball

Bundesligist Werder Bremen beantragt staatlichen Kredit

Bremens Joshua Sargent.

Bremens Joshua Sargent.

Foto: Firo

Essen.  Fußball-Bundesligist Werder Bremen steht kurz vor der Aufnahme eines Kredits bei der staatlichen KfW-Bank, um finanzielle Engpässe zu überwinden.

Viele Fußball-Klubs hatten schon zu Beginn der Corona-Zwangspause über immense finanzielle Schäden geklagt, die sie durch die Unterbrechung erleiden würden. Nun steht Bundesligist Werder Bremen laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel kurz vor der Aufnahme eines Kredits bei der staatlichen KfW-Bank. Die Hanseaten wollen damit finanzielle Engpässe durch die Corona-Krise überwinden. Ein Sprecher des Vereins bestätigte gegenüber dem Spiegel, dass hierzu abschließenden Gespräche stattfänden.

Es geht für die auch sportlich angeschlagenen Bremer konkret um Kredite, die von der Förderbank im Rahmen des Corona-Hilfspakets für Unternehmen angeboten werden, die aufgrund der Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Der Kredit soll nebst Zinsen innerhalb von sechs Jahren zurückgezahlt werden. Vor gut einem Monat hatten die Bremer angekündigt, erstmals seit der Ausgliederung der Profiabteilung 2003 Schulden aufnehmen zu müssen. Der Staat habe das Instrument KfW zur Verfügung gestellt. "Und es ist sinnvoll, um diese Phase zu überbrücken und sinnvoll da rauszukommen", hatte Werder-Klubboss Klaus Filbry schon im April gesagt.

Auch der BVB hat Pläne erörtert

Nach Informationen des Spiegel ist Werder nicht der einzige Bundesligaklub, der über Staatskredite nachdenkt. Auch die Geschäftsführung von Borussia Dortmund hat demnach entsprechende Pläne erörtert und sich unter bestimmten Voraussetzungen grünes Licht geben lassen, einen Kredit in Höhe von bis zu 60 Millionen Euro bei der KfW zu beantragen.

Öffentlich hat Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Staatshilfen für die Rettung von Bundesligaklubs abgelehnt. Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher des Vereins: Es gehöre zu einem vorausschauenden Krisenmanagement, sich mit allen Szenarien zu beschäftigen, die Sache sei jedoch „gegenwärtig ohne aktuelle Relevanz“. (Gold/sid)

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