VfL Bochum

In Bielefeld geht es für den VfL Bochum auch um die Gunst der Fans

Erzielte im Hinspiel nach acht Minuten den Treffer zum 1:0-Endstand gegen Bielefeld: Tom Weilandt. Foto:Udo Kreikenbohm/WAZ FotoPool

Erzielte im Hinspiel nach acht Minuten den Treffer zum 1:0-Endstand gegen Bielefeld: Tom Weilandt. Foto:Udo Kreikenbohm/WAZ FotoPool

Grumme.   Es geht ums Prestige: Arminia Bielefeld und der VfL Bochum haben im Derby noch etwas gutzumachen. Lee und Baumgartner gehen auf Länderspielreise.

Der Tabellenelfte empfängt den Neunten, mehr Mittelmaß geht kaum. Und doch birgt die Zweitliga-Partie zwischen Arminia Bielefeld und dem VfL Bochum Brisanz – es ist Derbyzeit, es geht ums Prestige. Und um die Gunst der Fans.

Die werden für eine stattliche Kulisse sorgen am Sonntag (13.30 Uhr) auf der „Alm“, aus Bochum werden wohl rund 2000 Anhänger anreisen – in der Hoffnung auf den ersten Auswärtssieg dort seit 2013, als Peter Neururer noch nicht in Wattenscheid, sondern Trainer beim VfL war. Im November vor fünfeinhalb Jahren erzielten Ken Ilsö und Yusuke Tasaka die Treffer zum 2:0-Sieg, vom damaligen Kader ist nur noch einer beim VfL am Ball: Innenverteidiger Patrick Fabian, der damals wie heute in der Startelf zu erwarten ist.

Weilandt beendet eine lange Durststrecke

Danach gab es eine lange Durststrecke von sieben Partien ohne Derby-Sieg, die der VfL aber in der Hinrunde beendete. Dank eines frühen Treffers von Tom Weilandt gewann Bochum etwas glücklich mit 1:0.

Aktuell haben beide Mannschaften zwar keine ganz großen Sorgen, aber doch etwas gutzumachen. Die meisten Bochumer Anhänger haben die vier Niederlagen im Februar, die alle Träume von einem Angriff auf Rang drei zerstörten, längst nicht vergessen, trotz des Aufwärtstrends mit dem Remis in Dresden und dem Sieg gegen Heidenheim. Und die Arminia, seit Dezember trainiert von Uwe Neuhaus, kam zuletzt beim 1. FC Köln mit 1:5 unter die Räder. Mit 31 Punkten und damit nur drei Zählern weniger als der VfL dürfte aber auch Bielefeld mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben.

Hauptbahnhof ist gesperrt

„Ich habe es den Jungs auf dem Platz gesagt: Es gibt so beschissene Tage, und das war so einer“, sagte Stürmer Fabian Klos in der Woche nach der Köln-Pleite der Zeitung „Neue Westfälische“. Der Langzeit-Armine dachte schon an Bochum: „Falls es einer noch nicht weiß, werde ich ihm sagen, dass es auch für die Fans ein extrem wichtiges Spiel ist.“

Die Bochumer sollten dabei übrigens ausnahmsweise auf eine Anreise mit der Bahn verzichten, denn der Bielefelder Hauptbahnhof ist am Spieltag gesperrt. Wer den Zug nimmt, muss in Gütersloh auf den Schienenersatzverkehr umsteigen.

Lee und Baumgartner sind auf Länderspielreise

In der Woche darauf werden zwei Bochumer im Training fehlen, weil sie auf Länderspielreise sind: Chung-Yong Lee (Südkorea) und Dominik Baumgartner (U21 Österreich). Auf Abruf bereit halten sollen sich beim VfL Vitaly Janelt und Tom Baack (U20 DFB) sowie Lukas Hinterseer (Österreich).

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