2. Liga

HSV-Sportchef bestätigt, Klub dementiert Wolf-Entlassung

Verpasst mit dem HSV das große Saisonziel: Trainer Hannes Wolf.

Verpasst mit dem HSV das große Saisonziel: Trainer Hannes Wolf.

Foto: dpa

Hamburg.  Durcheinander im Norden. HSV entlässt laut Medienberichten, die sich auf Ralf Becker berufen, Hannes Wolf. Klub dementiert Stunden später.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die verpasste Rückkehr in die Fußball-Bundesliga hat Trainer Hannes Wolf (38) offenbar den Job beim Hamburger SV gekostet. "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen", sagte Sportchef Ralf Becker der Bild-Zeitung: "Wir mussten am Ende überlegen, was das Beste für den HSV ist."

Nur wenige Stunden später kam dann das Dementi zu den Nachricht: "Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand", teilte der Verein am Nachmittag mit. Damit soll über Wolfs Zukunft in Hamburg erst nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg beraten werden.

Nach der Niederlage gegen Ingolstadt am 4. Mai verlor der HSV eine Woche später 1:4 beim SC Paderborn und verspielte damit auch die letzte Restchance auf die direkte Rückkehr in die Bundesliga. Eine offizielle Bestätigung der Trennung vom HSV gab es auf SID-Anfrage zunächst nicht. Am Sonntag empfangen die Hanseaten den Absteiger MSV Duisburg (15.30 Uhr/Sky) zum bedeutungslosen Saisonfinale.

Prominenter Kandidatenkreis für den Trainerjob in Hamburg

Nach einer desaströsen Rückrunde und zuletzt acht Spielen ohne Sieg werden bereits seit Tagen mögliche Nachfolger von Wolf an der Elbe gehandelt. Demnach gelten Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF), Dieter Hecking (noch Borussia Mönchengladbach) und Peter Stöger (zuletzt Borussia Dortmund) als potentielle Kandidaten, um den HSV dann in der zweiten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte wieder auf die große Bühne zurückzuführen. Bruno Labbadia (noch VfL Wolfsburg) sieht seine Zukunft eher im Ausland.

Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte sich am Dienstag zurückhaltend zum Thema Wolf geäußert. Man werde zunächst "mit Hannes Wolf sprechen, nicht über ihn", sagte der 56-Jährige und räumte ein: "Wir können das, was passiert ist, nicht nur auf eine einzelne Person schieben." (sid)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben