2. Bundesliga

2. Liga: Bielefeld stolpert gegen Nürnberg, Dynamo siegt

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Essen.  Arminia Bielefeld kommt gegen Nürnberg nicht über ein Remis hinaus. Dynamo Dresden feiert gegen Wiesbaden einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

Arminia Bielefeld - 1. FC Nürnberg 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Klos (14.), 1:1 Erras (43.)

Arminia Bielefeld hat in der 2. Bundesliga einen weiteren großen Schritt in Richtung Rückkehr ins Fußball-Oberhaus verpasst. Im Heimspiel gegen Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg kamen die Ostwestfalen über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Die Arminia ist seit elf Spielen ungeschlagen, allerdings gab es in den letzten fünf Spielen vier Unentschieden.

Fabian Klos (14.) hatte den Spitzenreiter mit seinem 18. Saisontor in Führung gebracht, Patrick Erras (43.) gelang für den Club der Ausgleich. Trotzdem stehen die Chancen der Arminia für den achten Bundesliga-Aufstieg in der Klub-Historie gut. Der Vorsprung auf den Hamburger SV auf Relegationsrang drei beträgt vorläufig acht Punkte. Die Nürnberger konnten sich über einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf freuen.

Tabellenschlusslicht Dynamo Dresden erkämpfte sich im Kellerduell beim Vorletzten SV Wehen Wiesbaden ein 3:2 (2:2) und feierte einen Befreiungsschlag. Einen Dämpfer im Aufstiegskampf musste hingegen Darmstadt 98 durch das 0:3 (0:1) bei Jahn Regensburg hinnehmen.

Dominik Franke (9.) sorgte per Eigentor für die Dresdner Führung. Daniel Kyereh (23.) und Moritz Kuhn (25.) markierten dann eine 2:1-Führung der Wiesbadener. Patrick Schmidt (44.) gelang noch vor der Pause für die Sachsen der 2:2-Ausgleich.

Simon Makienok (89.) zeichnete für das Dresdner Siegtor (89.) verantwortlich, womit Dynamo nur noch einen Punkt hinter Wehen Wiesbaden rangiert. Dynamo-Torschütze Schmidt sah in der Nachspielzeit (90.+4) wegen unsportlichen Verhaltens noch die Gelb-Rote Karte.

In Regensburg schoss Marcel Correia (7.) die Oberpfälzer des SSV Jahn früh in Führung. Die Gastgeber waren sehr effizient in der Chancenverwertung und schafften durch Max Besuschkow (52.) das 2:0, Jann George (77.) machte mit dem dritten Treffer für den Jahn alles klar.

Durch den Dreier haben die Regensburger den Klassenerhalt fast sicher. Der Regensburger Erik Wekesser sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (57.). Der Darmstädter Tobias Kempe (66.) setzte einen Foulelfmeter über das Tor.

Jahn Regensburg - Darmstadt 98 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Correia (7.), 2:0 Besuschkow (52.), 3:0 George (77.)

Gelb-Rote Karten: Wekesser (57./wiederholtes Foulspiel)

Jahn Regensburg hat sich mit einem 3:0 (1:0) gegen Darmstadt 98 am 30. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga aus dem Abstiegskampf verabschiedet und den Lilien die wohl entscheidende Niederlage im Aufstiegsrennen zugefügt. Marcel Correia (7.), Max Besuschkow (52.) und Jann George (77.) trafen für Gastgeber, die ab der 57. Spielminute in Unterzahl agieren mussten. Erik Wekesser sah Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels.

Darmstadt hat als Tabellenfünfter sechs Punkte Rückstand auf den Hamburger SV (49) auf dem Relegationsplatz, der HSV spielt am Montag gegen Holstein Kiel (20.30 Uhr/Sky). Regensburg, das nach dem Restart viermal in Folge Remis spielte und zuletzt am 15. Februar einen Sieg feierte, rückt mit 39 Zählern zunächst auf den neunten Rang vor.

Vor der Pause nutzte Regensburg die einzige Torchance zur Führung: Innenverteidiger Correia (7.) traf nach einer Ecke von Chima Okoroji per Kopf aus kurzer Distanz und erzielte sein erstes Saisontor. Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis verzichtete zunächst auf seinen Toptorjäger Serdar Dursun, für ihn spielte Felix Platte von Anfang an.

Die Lilien allerdings ließen trotz deutlicher Überlegenheit in der ersten Hälfte die Präzision im Regensburger Strafraum vermissen. Dursun kam nach der Pause und hatte nach neun Sekunden seine erste Möglichkeit. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Nach einer weiteren Ecke von Okoroji sah die Darmstädter Abwehr erneut nicht gut aus, Besuschkow bugsierte den Ball mit dem Knie ins Netz.

In der Folgezeit setzte Darmstadts Tobias Kempe (66.) auch noch einen Foulelfmeter über den Kasten von Torwart Alexander Meyer. George versenkte den Ball aus 20 Metern im leeren Tor, Darmstadts Keeper Marcel Schuhen stand zu weit weg.

SV Wehen-Wiesbaden - Dynamo Dresden 2:3 (2:2)

Tore: 0:1 Franke (9./Eigentor), 1:1 Kyereh (24.), 2:1 Kuhn (25.), 2:2 P. Schmidt (44.), 2:3 Makienok (89.)

Gelb-Rote Karten: P. Schmidt (90.+4/wiederholtes Foulspiel)

Dynamo Dresden hat dank eines hart erkämpften Sieges neue Hoffnung im Kampf gegen Abstieg in der 2. Fußball-Bundesliga geschöpft. Durch ein dramatisches 3:2 (2:2) beim SV Wehen Wiesbaden sicherten sich die abstiegsbedrohten Sachsen gegen den Tabellenvorletzten enorm wichtige drei Punkte. SGD-Stürmer Simon Makienok erzielte kurz vor Schluss den goldenen Treffer (89.).

Mit nun 27 Zählern rückt das Schlusslicht an Wiesbaden (28) heran und verkürzt den Rückstand auf den Karlsruher SC auf dem Relegationsplatz bis Sonntag auf drei Punkte. Da das gesamte Dynamo-Team kurz vor dem Restart in Quarantäne musste, hat Dresden noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand, das erste am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Greuther Fürth.

In einer rasanten ersten Halbzeit ging Dresden dank eines Eigentors von Dominik Franke (9.) in Führung, ehe Daniel-Kofi Kyereh (23.) und Moritz Kuhn (25.) die Partie zugunsten der Hausherren drehten. Patrick Schmidt, der kurz vor Schluss Gelb-Rot sah, glich per Kopf aus (44.).

Wegen des engen Spielplans und der kurzen Vorbereitungszeit veränderte Dynamo-Coach Markus Kauczinski seine Startelf auf gleich acht Positionen. Nach dem Wiesbadener Doppelschlag hatten die Gäste Glück, dass Kyereh Sekunden später das leere Tor verfehlte (26.). SVW-Verteidiger Sascha Mockenhaupt traf außerdem die Latte (42.).

Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel. Müden Dresdenern war die fehlende Spielpraxis anzumerken, doch Wiesbaden münzte seine Dominanz nicht um - Maximilian Dittgen vergab in aussichtsreicher Postion (76.).

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