KFC Uerdingen

Chaos in Uerdingen - KFC will Journalisten Fragen verbieten

Investor und Präsident beim KFC Uerdingen 05, Michail Ponomarew.

Investor und Präsident beim KFC Uerdingen 05, Michail Ponomarew.

Foto: dpa

Krefeld.  Beim KFC Uerdingen überschlagen sich die Ereignisse. Nach Trainer Stefan Krämer müssen zwei Spieler gehen. Nachfragen sind nicht erlaubt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Drittligist KFC Uerdingen versinkt im Chaos. Am Dienstagabend gab der Klub bekannt, dass die Spieler Christopher Schorch und Tanju Öztürk den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen müssen.

In dieser Woche überschlagen sich die Ereignisse bei den Krefeldern. Einen Tag nach der 0:3-Niederlage gegen die Würzburger Kickers wurde Aufstiegstrainer Stefan Krämer entlassen. Eine Punktebilanz von 2,28 Zählern pro Partie während seiner Amtszeit und aktuell Platz vier in der 3. Liga reichten den KFC-Verantwortlichen nicht. Als Nachfolger werden Stefan Effenberg und Felix Magath gehandelt, zwei große Namen im deutschen Fußball.

Am Dienstag gab es dann den nächsten Paukenschlag beim KFC. RevierSport berichtete exklusiv, dass die Leistungsträger Tanju Öztürk (29) und Christopher Schorch (29) suspendiert wurden. Inzwischen hat der Verein bestätigt, dass beide nicht mehr für die Uerdinger spielen werden. "Spieler müssen Verein verlassen", lautet die drastische Schlagzeile auf der KFC-Homepage. Beide müssen sich zur Rückrunde einen neuen Klub suchen.

Vorfall im KFC-Trainingslager

Nach RevierSport-Informationen soll es einen Vorfall im Trainingslager in Belek gegeben haben, bei dem das Duo zu einer Gruppe von KFC-Spielern gehört haben soll, die abseits des Platzes über die Stränge schlugen. Die Verantwortlichen der Krefelder sollen dies erfahren haben, Stefan Krämer soll sich jedoch dagegen entschieden haben, Konsequenzen zu ziehen. Diese gab es deshalb erst nach seinem Rauswurf. Warum jedoch nur Kapitän Schorch und Öztürk sanktioniert wurden, ist unklar. "Zu Hintergründen und näheren Umständen dieser personellen Maßnahmen gibt der KFC Uerdingen derzeit keine weitere Stellungnahme ab", heißt es in der offiziellen Mitteilung zum Rauswurf der beiden Spieler.

Doch der Verein will die jüngsten Turbulenzen nicht bloß verschweigen. Bei der Pressekonferenz am kommenden Donnerstag im Presseraum des Grotenburg-Stadions wollen die KFC-Verantwortlichen geladenen Journalisten verbieten, Fragen zu Themen zu stellen, die nichts mit dem kommenden Auswärtsspiel beim SV Meppen zu tun haben. "Fragen zu Stefan Krämer, einem möglichen Nachfolger sowie zu den Spielern Christopher Schorch und Tanju Öztürk werden wir nicht zulassen beziehungsweise nicht beantworten", heißt es in der Einladung zur Pressekonferenz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben