Fußball

KFC Uerdingen verliert erstes Spiel in der Duisburger Arena

Comeback an alter Wirkungsstätte: Tanju Öztürk kam nach 63 Minuten für Kevin Großkreutz ins Spiel

Comeback an alter Wirkungsstätte: Tanju Öztürk kam nach 63 Minuten für Kevin Großkreutz ins Spiel

Foto: firo

Duisburg.   5481 Besucher kommen zum Drittliga-Auftakt der Krefelder gegen die SpVgg Unterhaching, der mit 1:3 verloren geht. Auch Ilia Gruev schaut zu.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Stefan Krämer hatte im Vorfeld noch „38 Auswärtsspiele“ befürchtet. Der Trainer des KFC Uerdingen musste diese Ansicht nach dem Auftaktspiel seiner Drittliga-Kicker gegen die SpVgg Unterhaching revidieren. Denn wenn es an einem nicht lag, dass der Aufsteiger aus Krefeld seine Premiere als „Untermieter“ in der Schauinsland-Reisen-Arena mit 1:3 (0:1) gegen die SpVgg Unterhaching verlor, dann war es die Lautstärke des eigenen Anhangs im an vielen Stellen verwaist scheinenden weiten Rund.

„Bester Uerdinger waren heute die Fans, die waren richtig cool“, fand Krämer. Die KFC-Anhänger durften zwar nicht in den MSV-Fanblock, der mit rot-weißem Flatterband abgeriegelt war, machten aber aus der Situation das Beste und bevölkerten den Oberrang darüber. Auf der Gegentribüne waren von den weißen DUISBURG-Buchstaben die mittleren vier verdeckt. 5481 Zuschauer kamen offiziell – das war mehr als jene 4000, die der Verein für seine Premiere im „Exil“ erwartet hatte.

Bezeichnend in diesem Zusammenhang: Selbst weniger als die Hälfte der üblicherweise zu MSV-Heimspielen anreisenden Besucher sorgen rund um das Stadion offenbar zwangsläufig für ein Verkehrschaos. Von der A 59 abfahrende Gäste wurden entgegen ihrer eigenen Planung nach rechts auf den Kalkweg abgeleitet – wer das nicht wolle, müsse sich halt „in den Stau stellen“, meinte ein Ordnungshüter an der Ecke Wacholderstraße.

Nach Tröt-Laut fällt die Uhr aus

Im Stadion war der Ablauf insgesamt reibungsloser. Nur einmal geriet die Technik ins Stocken. Nach einer durch den Tröt-Laut von KFC-Maskottchen Grotifant eingeleiteten Lautsprecherdurchsage war die Stadionuhr offenbar irritiert ob der ungewohnten Klänge und verweigerte drei Minuten lang ihren Dienst.

Apropos Dienst: Den leisteten alle drei Ex-Duisburger im KFC-Trikot am Sonntag ab. Christopher Schorch spielte an alter Wirkungsstätte 90 Minuten durch, Johannes Dörfler wurde zur Pause eingewechselt – und Tanju Öztürk kam nach 63 Minuten für den wenig auffälligen Weltmeister Kevin Großkreutz.

Ein Mann mit Uerdinger Vergangenheit war auch da: MSV-Trainer Ilia Gruev verfolgte die Partie auf der Tribüne. „Ich fand, das war ein richtig gutes Spiel“, so Gruev. Die Gratulation an seinen Trainerkumpel Stefan Krämer blieb aber aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben