KFC Uerdingen

KFC Uerdingen weicht auch in der 3. Liga in MSV-Arena aus

Maximilian Beister jubelte zuletzt im Stadion des MSV Duisburg.

Maximilian Beister jubelte zuletzt im Stadion des MSV Duisburg.

Krefeld.  Der KFC Uerdingen soll seine Heimspiele auch in der 3. Liga im Stadion des MSV Duisburg bestreiten. Allerdings stehen die Fans im Gästeblock.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es kommt zwar nicht überraschend, aber dürfte dennoch die KFC-Fans enttäuschen: Uerdingen wird in der 3. Liga seine Heimspiele nicht in der Grotenburg bestreiten. Die Ausweichsstätte ist so gut wie fix.

Das 1927 erbaute Grotenburg-Stadion erklärte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für nicht drittliga-tauglich. Die Stadion-Problematik bei einem eventuellen Drittliga-Aufstieg war den KFC-Verantwortlichen um Investor Mikhail Ponomarev schon seit Monaten bekannt. Eine Auusweichsstätte ist mit der MSV-Arena bereits gefunden worden. Deshalb reagiert der russische Geschäftsmann auch ganz entspannt auf die Entscheidung des DFB. "Wir sind uns mit dem MSV Duisburg zu 99 Prozent schon einig. Das wird klappen", sagte der 44-Jährige dem Uerdinger Fan-Radio "Blaurot" am Rande der Meisterfeier am Montag.

Nordkurve bleibt das "Heiligtum" der MSV-Fans

Duisburgs Pressesprecher Martin Haltermann unterstreicht Ponomarevs Aussagen am Mittwoch gegenüber RevierSport: "Es müssen nur noch Details geklärt werden. Ich denke, dass wir in den nächsten Tagen einen Schlussstrich unter die Angelegenheit ziehen können." Gute Kunde für die MSV-Fans: Die KFC-Anhänger werden bei den Drittliga-Spielen in der Südkurve stehen. Die Nordkurve ist und bleibt ein "Heiligtum" der Zebras. Zu den von Haltermann angesprochenen Details dürfte vor allem die Frage der Mietkosten für die MSV-Arena, aber auch die Frage, ob die Miete in der Winterpause automatisch ausläuft - der KFC will zur Rückrunde wieder in der Grotenburg spielen - oder ob die Krefelder bei Verzögerungen bei der Sanierung der Grotenburg auch länger in Duisburg spielen können, gehören.

In der Schauinsland-Arena in Duisburg hatte Uerdingen bereits das Hinspiel der Aufstiegsrelegation gegen den SV Waldhof Mannheim ausgetragen. Ponomarev zeigte sich begeistert: "Wir haben mit 10.000 bis 15.000 Fans gerechnet. Es sind aber über 18.000 Leute gekommen. Unser Spiel war zwar nicht so gut, die Atmosphäre aber phänomenal. Da habe ich gesehen, dass dieses Stadion mit Sicherheit kein Nachteil für uns ist."

Uerdingens Plan: Grotenburg soll für die Rückrunde parat stehen

Während der KFC seine Heimspiele in der Drittliga-Hinrunde in der MSV-Arena austragen wird, soll in dieser Zeit die Grotenburg für die Rückrunde tauglich gemacht werden. Der erste Schritt wurde bereits vor Monaten gemacht: Im April hat der Rat der Stadt Krefeld grünes Licht gegeben, 1,07 Millionen Euro an Sofortmaßnahmen in die Grotenburg zu stecken, um die Spieltauglichkeit des Stadions sicherzustellen. Damit die Grotenburg auch dauerhaft drittliga-tauglich wird, muss die Stadt insgesamt rund 8,7 Millionen Euro investieren. "Es ist einfach zu viele Jahre zu wenig an der Grotenburg getan worden. Diesen Sanierungsstau müssen wir jetzt auflösen", sagte Oberbürgermeister Frank Meyer bereits vor Monaten. Auf der Meisterfeier betonte der KFC-Fans und OB noch einmal die Wichtigkeit des Fußballs für die Stadt: "Der KFC Uerdingen ist eine Visitenkarte für Krefeld. Die Menschen, die ganze Stadt können wieder stolz auf den KFC sein."

Ponomarev stellt die nächste Meisterfeier in Aussicht

Damit das weiterhin der Fall ist - Ponomarev sagte schon auf der Meisterfeier, dass es schön wäre, sich nächstes Jahr hier wieder zu sehen - muss die Stadt die marode Grotenburg auf Vordermann bringen. Auf der Agende stehen die Modernisierung u.a. der Blitzschutzanlage, baulicher und technischer Brandschutz, IT- und Telefontechnik, Flutlichtanlage, Notstromversorgung und Beschallungsanlage. Aber auch andere technische Anlagen wie Heizung, Lüftung, Sanitär- und Gebäudetechnik entsprechen nicht mehr den Regeln der Technik und erfüllen in weiten Teilen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Zurzeit laufen die Vorbereitungen zur Vergabe der dringlichsten Aufträge für den Umbau. Wie lange der dauern wird, ist noch offen.

Wie lange die Arbeiten nach dem Startschuss dann andauern werden, ist fraglich. Das angepeilte Ziel der Fertigstellung der Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten ist der 25. Januar. Hier startet dann die 3. Liga in die Rückrunde. Dann will der KFC Uerdingen auch wieder echte Heimspiele bestreiten und aus Duisburg zurück nach Hause kommen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben