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BVB-Boss Watzke über Sportschau-Auftritt: "Mea culpa!"

Rudert zurück: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Rudert zurück: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Foto: dpa

Dortmund.  Für seine umstrittenen Aussagen in der ARD-Sportschau wurde Hans-Joachim Watzke scharf kritisiert. Nun zeigt sich der BVB-Chef einsichtig.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat seinen umstrittenen Auftritt in der ARD-Sportschau verteidigt, aber auch Selbstkritik geübt. „Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war. Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa!“, sagte der 60-Jährige der Bild am Sonntag.

Generell stehe er weiter zu dem Gesagten, betonte Watzke („ich kann auch mal impulsiv werden“) nun. Auch innerhalb der Liga habe er Zuspruch für seine Position erfahren. „Wir können nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Bundesliga-Vereine auch Wettbewerber sind und bleiben. Und trotzdem sind wir natürlich solidarisch, wenn jemand unverschuldet in eine Schieflage geraten ist“, sagte er.

BVB lässt Zeichen der Solidarität folgen

Watzke hatte für seine Äußerungen am 15. März viel Kritik einstecken müssen. Angesichts der Aussetzung des Spielbetriebes aufgrund der Corona-Pandemie hatte er erklärt: „Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den letzten Jahren, die Klubs, die das nicht getan haben, dafür auch noch belohnen.“

Der BVB hatte vor einer Woche gelebte Solidarität folgen lassen: Im Verbund mit Bayern München, RB Leipzig und Bayer Leverkusen geben die Westfalen 20 Millionen Euro in einen Fond. „Die Grundidee dazu kam von Karl-Heinz Rummenigge. Ehre, wem Ehre gebührt“, sagte der BVB-Boss.

Watzke: BVB-Situation 2005 noch prekärer

In der aktuellen Krise fühlt sich Watzke derweil in Ansätzen an das Jahr 2005 erinnert, als Borussia Dortmund finanziell vor dem K.o. stand. „Das war damals auch eine extrem prekäre Situation, für den BVB sogar noch prekärer als heute. Aber 2005 waren ausschließlich wir betroffen. Jetzt leidet die gesamte Gesellschaft - das ist eine ganz andere Dimension. Zumal niemand weiß, wie sich die Corona-Krise in den nächsten Wochen entwickeln wird“, sagte er. (fs mir sid)

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