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BVB-Boss Watzke vor Tottenham: Wir dürfen nicht verlieren

Hans-Joachim Watzke weiß, wie wichtig ein Sieg für den BVB wäre.

Hans-Joachim Watzke weiß, wie wichtig ein Sieg für den BVB wäre.

Foto: picture alliance / Bernd Thissen

Dortmund  Den BVB erwartet in Tottenham eine komplexe Aufgabe. Geschäftsführer Watzke gibt sich optimistisch – während Sportdirektor Zorc warnt.

Die Marschroute, die der Chef vorgab, war klar: "Wir sollten gewinnen oder zumindest nicht verlieren", forderte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, bevor er sich am Dienstagmittag mit der BVB-Delegation aufmachte nach London, wo am Mittwochabend das Champions-League-Achtelfinalhinspiel bei Tottenham Hotspur ansteht (21 Uhr/DAZN). Die Entscheidung in dem Duell falle zwar noch nicht in dieser Partie, so der BVB-Boss, aber eine gute Ausgangsposition brauche man schon für das Rückspiel am 5. März.

Tottenham fehlen Kane und Alli gegen den BVB

Und die sollte zu erreichen sein, findet Watzke. Zwar fehlen den Dortmundern in Marco Reus, Manuel Akanji, Julian Weigl, Paco Alcácer und Lukasz Piszczek gleich eine ganze Reihe von Leistungsträgern, weshalb Sportdirektor Michael Zorc schon unkte: "Es ist jetzt natürlich schwierig aufgrund des personellen Aderlasses, da eine Topleistung abzurufen." Watzke dagegen meinte am Dortmunder Flughafen: "Personelle Probleme hat Tottenham auch. Harry Kane und Dele Alli kannst du jetzt auch nicht einfach so locker ersetzen." Beide Mannschaften seien gleichermaßen betroffen, weshalb Watzke meinte: "Das ist ein offenes Spiel. Wir fahren als Tabellenführer der Bundesliga dort hin, haben keine Angst und eine gute Chance, weiterzukommen."

Zorc, der den sportlichen Bereich verantwortet, gab sich vorsichtiger: "Sie waren zuletzt eine Art Ergebnismaschine, haben hervorragende Ergebnisse in der Liga geliefert, sind tabellarisch nah dran an Liverpool und Manchester City", warnte er. "Wir müssen schauen, wer bei ihnen nicht zur Verfügung steht, aber das ist schon eine absolute Top-Mannschaft, mit der wir uns da messen." Watzke gab sich auch hier bestimmter: "Ich habe die letzten Spiele von Tottenham gesehen", erzählte er. "Das war zwar ergebnistechnisch sehr gut, aber nichts, wo du sagen musste: ‚Mein Gott, jetzt wird es aber ganz bitter.‘"

In der Herangehensweise immerhin waren sich der Geschäftsführer und der Sportdirektor einig: "Wir müssen besser verteidigen, wir müssen intensiver verteidigen", forderte Watzke. "Jeder muss mit letzter Konsequenz in die Zweikämpfe gehen. Dass wir Fußball spielen können, wissen wir." Auch Zorc mahnte "eine ausgewogenere Balance" zwischen Spektakel und solider Defensive an. "Wir haben zuletzt zweimal drei Tore geschossen und es hat nicht für einen Sieg gereicht", monierte er."Ein bisschen mehr Konzentration auf ein vernünftiges, robustes Verteidigen – das ist gerade in London von Nöten, weil Tottenham einfach seine Stärken im Offensivspiel hat."

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