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BVB-Profi Julian Brandt erklärt sein freches Tor gegen Prag

BVB-Profi Julian Brandt bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen Slavia Prag.

BVB-Profi Julian Brandt bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen Slavia Prag.

Foto: dpa

Dortmund.  Beim BVB-Sieg gegen Prag schoss Julian Brandt das 2:1, ein rotzfrecher Schuss ins kurze Eck - und erklärte später, wie es dazu gekommen war.

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Lucien Favre blickte recht glücklich, als er nach Mitternacht durch die Katakomben des Stadions von Borussia Dortmund lief. Kein Wunder, seine Mannschaft hatte durch den 2:1 (1:1)-Sieg gegen Slavia Prag das Achtelfinale der Champions League erreicht. Und dazu hatte ein Mann des BVB entscheiden beigetragen, der nun wenige Meter entfernt vom Schweizer Trainer stand und mit den Journalisten sprach: Julian Brandt.

BVB-Trainer Favre lobt Julian Brandt

Der Mittelfeldspieler hatte das Siegtor geschossen, aus spitzem Winkel Prags Torhüter Ondrej Kolar am kurzen Pfosten überrascht. "Er hat es gut gemacht", sagte Favre und grinste. "Und das auch noch mit links."

Brandt selbst wollte gar nicht viel Aufheben machen ums einen Treffer: "Mir blieb ja keine andere Wahl", meinte er. "Ich war relativ schräg zum Tor, ein Pass ins Zentrum ging nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob da einer stand." Es stand tatsächlich noch ein Mitspieler im Strafraum, aber der Schuss aufs Tor war die richtige Variante. "Für mich hat das perfekt funktioniert", meinte Brandt. "Es war ein sehr enger Korridor. Aber an manchen Tagen ist Glück mit im Spiel und dann funktioniert einfach alles."

Brandt schoss nach Gefühl

Dabei hatte Brandt gar nicht so genau darauf geachtet, ob überhaupt Platz war zwischen dem kurzen Pfosten und dem offensichtlich äußerst überraschten Torhüter Kolar. "Wenn du dein ganzes Leben lang Fußball spielst, weißt du ungefähr, wo das Tor steht und wo du dich befindest und wo du hinschießen musst", sagte er. Aber hätte das gegen einen Weltklasse-Torhüter der Kategorie Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen auch funktioniert? "Das sind schon sehr, sehr gute Torhüter, die solche Bälle auch halten können", meinte Brandt. "Aber ich möchte den Slavia-Torhüter auch nicht schlechter reden, als er ist."

So oder so: Wie alle Kollegen freute sich auch Julian Brandt gewaltig auf die K.o.-Phase der Champions League - und hatte auch gleich einen Wunsch: "Ich würde gerne in England spielen, das habe ich in meiner Karriere noch nicht gemacht. Allerdings wäre Liverpool gleich am Anfang schon ziemlich heftig." Andererseits: Manchester City, der zweite mögliche Gegner aus der Premier League, wäre kaum eine kleinere Herausforderung. "Wir sind Gruppenzweiter, wir haben nur brutale Gegner zur Auswahl." Etwa Paris Saint-Germain oder Juventus Turin, lediglich der FC Valencia ginge als etwas leichterer Gegner des BVB durch. "Wir sollten das Achtelfinale einfach genießen und gucken, was kommt", empfiehlt Brandt. "Aber England wäre schon cool."

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