Borussia Dortmund

BVB-Sportdirektor Zorc bestätigt Diallo-Abgang

Abdou Diallo bei seinem wohl letzten Auftritt im BVB-Trikot während des Testspiels gegen den FC Schweinberg.

Abdou Diallo bei seinem wohl letzten Auftritt im BVB-Trikot während des Testspiels gegen den FC Schweinberg.

Foto: Getty

Seattle.  Der Abgang von Abdou Diallo beim BVB ist jetzt offiziell durch. Das bestätigt zunächst ein Mitglied der Sportlichen Leitung - und dann der Klub.

Abdou Diallo wird in der kommenden Saison nicht mehr für Borussia Dortmund spielen, sondern zum französischen Meister Paris Saint-Germain wechseln. Entsprechende Berichte auch dieser Redaktion bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Rande der Marketingreise nach Seattle am Dienstagmorgen deutscher Zeit.

„Der Wechsel ist im Prinzip durch“, meinte er. Das sei auch tags zuvor schon der Fall gewesen, es müssten nur noch Formalitäten wie der Medizincheck abgewickelt werden. Am Nachmittag folgte dann die offizielle Bestätigung des Klubs.

Diallo war erst vor einem Jahr für 28 Millionen Euro Ablöse von Mainz 05 zum BVB gewechselt, nun bekommt Dortmund 32 Millionen und eventuell erfolgsabhängige Prämien. Der Abgang des Franzosen ist die erste Konsequenz der Verpflichtung von Mats Hummels für 30,5 Millionen Euro. Der Rückkehrer vom FC Bayern München ist als Abwehrchef gesetzt, Manuel Akanji Favorit auf die Position daneben. Diallo wäre derzeit wohl bestenfalls Innenverteidiger Nummer drei gewesen. Und er hatte keine Lust mehr, wie über weite Teile der Vorsaison als Linksverteidiger auszuhelfen – zumal der BVB für diese Position die Fachkraft Nico Schulz verpflichtet hat. Dem verschärften Konkurrenzkampf hat sich Diallo nun entzogen.

„Er hat für sich entschieden, dass er eine andere Herausforderung annehmen will“, erklärte Zorc. Und für uns hat es wirtschaftlich gepasst, darum haben wir zugestimmt.“ Zumal sich so auch eines der Probleme im Kader etwas lindert: Dieser ist ja mit 34 Profis deutlich überdimensioniert, und besonders eng war es in der Innenverteidigung, wo sich sechs Profis um zwei freie Plätze balgten. Nun sind es immerhin nur noch fünf Konkurrenten – plus Allzweckwaffe Julian Weigl, der als gelernter Mittelfeldspieler über Wochen im Abwehrzentrum aushalf.

Zorc muss also den Kader weiter verkleinern, was aufgrund der neun Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland nicht immer einfach ist. Ob er denn keine Angst habe, nachts wachgeklingelt zu werden, wird Zorc gefragt. „Nein“, sagt er und grinst. „Ich schalte den Flugmodus ein, dann klingelt das Ding nicht.

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