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BVB-Sportdirektor Zorc: "Das ist ein starker Rückschlag"

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BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Mannschaft nach dem Aus in der Champions League kritisiert.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Mannschaft nach dem Aus in der Champions League kritisiert.

Foto: firo

Lissabon.  BVB-Sportdirektor Michael Zorc hadert mit dem Aus in der Champions League. Auch finanziell und für das Image sind die Folgen immens.

Natürlich schmerzt das Aus in der Champions League auch noch am Morgen danach. Durch das 1:3 (0:2) bei Sporting Lissabon ist der BVB einen Spieltag vor Schluss ohne Chance aufs Achtelfinale in der Königsklasse, muss in der ungeliebten und wenig lukrativen Europa League weitermachen. Eine Erkenntnis, mit der man sich schwertut beim BVB.

BVB-Sportchef Zorc: "Ein bitterer Moment für uns"

„Es wird nicht besser heute Morgen“, sagt Sportdirektor Michael Zorc, als es am Donnerstag vom Lissaboner Flughafen aus zurück in Richtung Dortmund geht. „Das ist ein bittererer Moment für uns, wir sind in der Champions League gescheitert. Insbesondere nachdem wir die ersten beiden Gruppenspiele gewonnen hatten, ist das einfach schwach und tut momentan nur weh.“

Das sagt BVB-Sportdirektor Zorc…

…über die Ursachen für die Niederlage: Wir hatten über das gesamte Spiel mehr Ballbesitz. Sporting fragt sich heute noch, wie sie das erste Tor schießen konnten. Wir helfen halt mit dabei, verteidigen zu schlecht, machen zu viele individuelle Fehler, die uns in Rückstand bringen. Dann haben uns am Ende die Mittel gefehlt, das noch zu drehen.

…über die psychologischen Nachwirkungen: Jetzt stehen mit Wolfsburg und Bayern München die nächsten Aufgaben vor Tür, die alles andere als einfach sind. Und dann werden wir sehen.

…über die sonstigen Folgen: Es ist nicht nur finanziell, sondern auch sportlich und vom Image her ein Rückschlag, das müssen wir ganz klar einräumen. Wirtschaftlich schmerzt das gerade in dieser Situation. Wir kommen aus der Corona-Krise, wir wissen nicht, was in den nächsten Monaten noch passiert. Da musst du in der Europa League sehr weit kommen, um das zu kompensieren. Es ist ein starker Rückschlag.

…über die personellen Probleme: Natürlich ist das alles ein Grund, trotzdem müssen wir am Ende die Gruppe überstehen. Dass wir gerade kein Sahnefußball spielen können, ist mir seit Wochen klar. Aber wenn man es über mehrere Wochen und Monate sieht, musst du trotzdem diese Gruppe überstehen, das haben nicht geschafft. Und deswegen sind wir gescheitert. Natürlich hat Erling nur ein Spiel gemacht, aber trotzdem haben alle, die gestern auf Platz waren, den Anspruch sich gegen Sporting Lissabon durchzusetzen. Das haben wir nicht geschafft, weil die sich ihrer Mittel bewusst waren und die eingesetzt haben. Sie haben weniger Fehler gemacht und das hat gereicht.

…über die Verletzungen von Erling Haaland und Raphael Guerreiro: Bei Erling gibt es nichts Neues. Raphael Guerreiro hat Muskelprobleme verspürt. Es ist nichts neu kaputtgegangen, aber es ist ja schon Donnerstag – da müssen wir schauen, ob es bis Samstag reicht.

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