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Wie der BVB beim Sokratis-Wechsel Steuern sparen will

Sokratis.

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Foto: firo

Dortmund.  Der Wechsel des Griechen Soraktis von Borussia Dortmund zu Arsenal ist noch nicht verkündet. Warum? Aus buchhalterischen Gründen?

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Am Samstag kam endlich eine offizielle Mitteilung in Sachen Sokratis: Via Twitter verschickte Borussia Dortmund einen Geburtstagsgruß an seinen Innenverteidiger, der nun 30 Jahr alt ist – und nach wie vor Spieler des BVB. Denn die Verkündung, dass der Grieche Dortmund verlassen und sich dem FC Arsenal anschließen wird, steht weiterhin aus.

Dabei sind sich alle Seiten handelseinig: Der BVB wird knapp 20 Millionen Euro für seinen Abwehrspieler kassieren, der wiederum einen Dreijahresvertrag in London unterschreiben.

Sein Vater Charalambos Papastathopoulos hat das auch längst sehr freimütig dem griechischen Radiosender „Radio 24/7“ erzählt. Das war vor einer Woche.

Offiziell verkündet aber ist das Geschäft noch immer nicht. Die britische Tageszeitung „The Telegraph“ berichtet sogar, dass damit erst im Juli zu rechnen ist.

Borussia Dortmund: über 200 Millionen Einnahmen

Das legt den Schluss nahe, dass buchhalterische Gründe dahinter stecken: Sollte der Transfer noch im Juni verkündet werden, würde er auch dem aktuellen Geschäftsjahr zugerechnet. In diesem hat Dortmund schon über 200 Millionen Euro für Transfers eingenommen, allein für Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang flossen knapp 170 Millionen. Eine weitere Millioneneinnahme würde vor allem bedeuten, dass noch mehr Steuern fällig würden – daher wäre es im Interesse des BVB, die Einnahme ins nächste Geschäftsjahr ab Juli zu schieben, in dem bislang noch keine exorbitanten Einnahmen vorgesehen sind.

Auch die schnelle Verpflichtung eines Nachfolgers würde die Steuerlast nicht mindern: Dieser Posten würde in jedem Fall erst im neuen Geschäftsjahr fällig – und dazu nicht auf einen Schlag, sondern als Abschreibung über die komplette Vertragslaufzeit hinweg.

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