Favre

BVB-Trainer Favre kontert Matthäus: "Wirklich unglaublich"

Lucien Favre arbeitet seit 2018 für Borussia Dortmund.

Lucien Favre arbeitet seit 2018 für Borussia Dortmund.

Foto: dpa

Essen.  Lucien Favre lässt Kritik an seiner Aufstellung nicht auf sich sitzen. In einem Interview schlägt der BVB-Trainer gegen Lothar Matthäus zurück.

Lucien Favre, Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, hat sich nach der Kritik von Lothar Matthäus zur Wehr gesetzt. "Das ist wirklich unglaublich und für mich auch nicht akzeptabel", sagte der 62-Jährige im "Bild"-Interview in Richtung des deutschen Rekord-Nationalspielers.

Matthäus hatte Favres Aussage nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München als Rücktrittsgedanken interpretiert. Mehr noch: Der Sky-Experte brachte bereits Niko Kovac als Favres Nachfolger ins Gespräch. "Ich bin glücklich in Dortmund, habe einen Vertrag bis 2021 und will unbedingt auch nächste Saison auf der Bank sitzen", sagte der BVB-Trainer.

Can und Sancho auf der Bank

Am Dienstag war rund um das Bundesliga-Topspiel Favres Aufstellung diskutiert worden. Der Trainer ließ gegen die Bayern in Emre Can und Jadon Sancho zwei potentielle Stammspieler zunächst auf der Bank.

Lothar Matthäus hatte kein Verständnis für Favres Startformation. "Ich hätte anders aufgestellt!", sagte der Weltmeister von 1990 im TV-Studio.

Matthäus hätte anders aufgestellt

Moderator Sebastian Hellmann hakte nach, wollte wissen, ob Favre sich in der Partie vercoacht hätte. Matthäus wiederholte seinen Satz noch mal: "Ich hätte anders aufgestellt."

Favre wurde später mit der Kritik an seiner Aufstellung konfrontiert. Er konnte nicht verstehen, dass Emre Can schon als Startelf-Kandidat angesehen wird. "Er braucht noch ein paar Tage", sagte Favre über den Mittelfeldspieler. "Er hat nur ein Training mit der Mannschaft gehabt."

Auch Witsel fehlt die Praxis

Auch am Mittwoch begründete er seinen Entscheidung, Sancho und Can zu bringen, noch einmal. "Sorry, aber Lothar kann nicht alles wissen, was bei uns intern abläuft. Ich bin der Trainer, ich sehe meine Spieler jeden Tag. Er macht seinen Job, ich meinen. Beide hatten kaum Trainingspraxis, Axel Witsel übrigens genauso. Und das nach mehrwöchigen Verletzungspausen", sagte Favre im Interview und gab dem Experten so noch einen Seitenhieb mit (ddh).

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