BVB

BVB-Trainer Stöger ruft vor Frankfurt den Kampfmodus aus

Peter Stöger, BVB-Trainer.

Peter Stöger, BVB-Trainer.

Foto: firo

Dortmund.  Im Duell um die Champions-League-Plätze empfängt Borussia Dortmund am Sonntag robust aufspielende Frankfurter. Zeigt der BVB eine Reaktion?

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen viel passenderen Gast könnte man sich bei Borussia Dortmund kaum denken als jenen, der am Sonntag (18 Uhr/Sky) das Spiel gegen Eintracht Frankfurt nicht nur besuchen, sondern auch kurzfristig in den Mittelpunkt rücken wird. Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff, BVB-Fan, wird vor dem Anpfiff stellvertretend für die deutsche Mannschaft gewürdigt, die bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Silbermedaille gewann. Er war der Kopf einer Mannschaft, die als Kollektiv funktionierte, die über sich hinaus wuchs und jeden noch so aussichtslosen Kampf annahm.

Und damit ist man auch schon mittendrin im Dilemma der Fußballer des BVB, die genau jene Grundtugenden zuletzt wiederholt vermissen ließen. Jüngstes Beispiel: Die peinliche 1:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Salzburg. Behäbig, zu langsam, zu wenig Aufwand – so lauteten die Beschreibungen von Trainer Peter Stöger und manchem selbstkritischen Spieler nach der Niederlage.

Und als wenn die nicht schon schmerzhaft genug gewesen wäre, wartet nun am Sonntag auch noch das Duell mit der Eintracht, die in dieser Saison zu einem ernsthaften Konkurrenten um die Plätze in der Champions League erwachsen ist und eine Spielweise an den Tag legt, die ebenfalls schmerzhaft sein kann. Ein Spiel wie ein Charaktertest. „Es wird einiges notwendig sein. Die Eintracht kommt viel über Körperlichkeit und Engagement“, sagt Stöger, „wir müssen das annehmen, sonst wird es unangenehm.

Stöger hofft, gehört zu werden

Stöger ruft den Kampfmodus aus – und hofft, gehört zu werden. „Der eine braucht mehr Videosequenzen, der andere eher Gespräche, der andere Streicheleinheiten – der nächste einen Tritt. Da muss man sich als Trainer anpassen“, beschreibt der Österreicher seinen in diesen Tagen besonders anspruchsvollen Job.

Ein generelles Mentalitätsproblem sieht er bei seinem Team nicht. „Wir haben es noch nicht geschafft, dass alle über einen längeren Zeitraum stabil sind. Aber ich sehe den Willen der Spieler.“ Vielleicht hilft es ja, zu wissen, dass der zuletzt geschonte Lukasz Piszczek in die Startformation zurückkehren wird. Piszczek ist der Garant für Punkte. Mit ihm auf dem Platz hat der BVB 30 Ligaspiele in Folge nicht verloren. Die letzte Bundesliga-Niederlage, an der Piszczek aktiv beteiligt war, ereignete sich am 26. November 2016. Gegner? Eintracht Frankfurt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben