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BVB und Fans setzen in Frankfurt-Spiel Zeichen gegen Rassismus

Dortmunds Marius Wolf (r.) im Duell mit Frankfurts Simon Falette. „Borussia verbindet“ ist auf dem BVB-Trikot zu lesen.

Dortmunds Marius Wolf (r.) im Duell mit Frankfurts Simon Falette. „Borussia verbindet“ ist auf dem BVB-Trikot zu lesen.

Foto: firo

Dortmund  Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt gibt es Protest gegen Rassismus - von den BVB-Fans und vom Klub selbst, der dafür sein Trikot verändert.

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Borussia Dortmund und seine Anhänger setzen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitagabend ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. „Wir sind mehr“, war auf einem großen Banner zu lesen, dass Anhänger des Klubs vor der Westtribüne angebracht hatten.

Dazu erklärte die Fanabteilung des BVB auf Facebook: „Politik hat im Stadion nichts zu suchen, hören und lesen wir oft, wenn wir in der Öffentlichkeit Stellung zu bedenklichen Entwicklungen und einem Wiedererstarken faschistischer Tendenzen nehmen. Doch das Eintreten für Weltoffenheit, Toleranz, Integration und gegen Nationalismus, Rassismus und völkische Hetze hat schlichtweg nichts mit ‚Politik im Stadion‘ zu tun. Antrieb sei viel mehr gesunder Menschenverstand: „Diese Werte, für die wir einstehen, sind nicht nur in der Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland verankert, sondern finden sich auch in der Satzung des BV Borussia 09 e.V. Dortmund wieder. Aus diesem Grunde und aus voller Überzeugung setzt sich die gesamte schwarzgelbe Familie für ein gemeinsames Miteinander, Weltoffenheit und Toleranz ein. Ohne Wenn und Aber!“

Die BVB-Fanabteilung engagiert sich seit langem gegen Rassismus und rechte Gewalt, indem sie etwa unter dem Motto „Kein Bier für Rassisten“ unzählige Bierdeckel an Kneipen, Bars und Restaurants in Dortmund verteilt hat. „Es ist uns wichtig, diese Überzeugung mit Leben zu füllen“, heißt es vonseiten der Abteilung. „Deshalb sind Aktionen wie ‚Kein Bier für Rassisten‘ für uns Herzensprojekte.“

„Borussia verbindet“ auf der Brust

Auch der BVB setzt am Freitagabend ein Zeichen gegen Rassismus: Wie bereits von dieser Redaktion berichtet, räumt Hauptsponsor Evonik die Trikotbrust frei. Dafür wird dort der Schriftzug „Borussia verbindet“ zu lesen sein. „Borussia Dortmund dankt seinem Hauptsponsor Evonik für das großzügige Entgegenkommen, die Brust am Freitagabend für die Aktion ‚Borussia verbindet‘ freizugeben“, sagte Marketing-Geschäftsführer Carsten Cramer. „Wir wissen diese Unterstützung unseres gesellschaftlichen Engagements sehr zu schätzen.“

Der Slogan entstammt der Fanhymne von Bruno Knust: „Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen“, heißt es dort. Dies stehe sinnbildlich für das Engagement des BVB für Vielfalt und gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Diskriminierung jeglicher Art, erklärte der Klub.

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