Schalke/BVB

Das sagen Tönnies und Watzke zum Hoeneß-Abschied

Gute Freunde auf und neben dem Platz: Clemens Tönnies (l.) und Uli Hoeneß.

Gute Freunde auf und neben dem Platz: Clemens Tönnies (l.) und Uli Hoeneß.

Foto: Reuters

Essen.  Am Freitagabend zieht sich Uli Hoeneß beim FC Bayern München zurück. Zu seinem letzten großen Auftritt äußert sich die Konkurrenz aus dem Revier.

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40 Jahre war Uli Hoeneß (67) als Manager beim größten und erfolgreichsten deutschen Fußballverein tätig. Am Freitag wird er ein letztes Mal in offizieller Funktion auf der Bühne stehen, um sich in den Ruhestand zu verabschieden. Es ist eine emotionale Jahreshauptversammlung zu erwarten, speziell für Hoeneß, der sich intensiv auf diesen Freitag (19.00 Uhr) vorbereitet. „Ich habe gehört, dass die Olympiahalle auseinanderplatzen wird. Wir sind gut beraten gewesen, das dort zu machen. Es werden um die 10 000 Mitglieder erwartet“, sagte Hoeneß. „Da ist einiges zu erwarten!“

Zu seinem Abschied äußern sich viele gemeinsame Weggefährten. Auch die Revierrivalen Schalke 04 und Borussia Dortmund nutzen auf Nachfrage dieser Redaktion die Gelegenheit, um Hoeneß Respekt zu zollen. Für Schalkes Aufsrichtsratschef Clemens Tönnies war der Bayern-Macher über viele Jahre mehr als nur ein Berufskollege: "Mit Uli Hoeneß verbindet mich eine sehr gute Freundschaft – langjährig, intensiv und mit familiärer Bindung", betont Tönnies gegenüber FUNKE Sport. "Es ist eine dieser Freundschaften, die in guten wie in schlechten Zeiten Bestand hat und in der man auf sehr viele gemeinsame Erlebnisse zurückblicken kann. Ich freue mich darauf, dass Uli nun sein Versprechen einlöst, auch mehr Zeit für seine Freunde zu haben. Allerdings wird seine „Abteilung Attacke dem deutschen Fußball fehlen.“

Mit Hans-Joachim Watzke verbindet Hoeneß eine langjährige Rivalität. Der BVB-Geschäftsführer gehört wie Hoeneß zu den größten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Häufig tauschten beide ihre Meinungsverschiedenheiten öffentlich aus. „Wir haben es uns gegenseitig nicht leicht gemacht und waren häufig unterschiedlicher Auffassung – wahrscheinlich war dies wegen der Rivalität unserer Vereine und unserer beider Charaktere kaum zu vermeiden", betont Watzke. "Und trotzdem, so glaube ich, war der Respekt füreinander immer vorhanden. Den FC Bayern über 40 Jahre als Manager und Präsident so zu prägen, wie er es getan hat, ist eine außergewöhnliche Leistung. Für die Zukunft wünschen ich Uli Hoeneß nur das Beste und vor allem etwas mehr Zeit für die Familie.“

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