Kommentar

Gala in Berlin: BVB-Stürmer Haaland ist eine Klasse für sich

Die BVB-Stürmer Erling Haaland und Youssoufa Moukoko nach dem 5:2-Sieg über Hertha BSC. Sie erlebten am Samstag einen perfekten Abend im Berliner Olympiastadion.

Die BVB-Stürmer Erling Haaland und Youssoufa Moukoko nach dem 5:2-Sieg über Hertha BSC. Sie erlebten am Samstag einen perfekten Abend im Berliner Olympiastadion.

Foto: firo

Essen.  Erling Haaland war gerade erst zum "Golden Boy" 2020 gekürt worden. Beim 5:2 über Hertha BSC zeigte der BVB-Torjäger eindrucksvoll, warum nur er diese Auszeichnung auch verdient. Ein Kommentar.

Es war ein historischer Fußball-Abend am Samstag in Berlin. Im Mittelpunkt dieses denkwürdigen Bundesliga-Spiels bei Hertha BSC stand der Mann von Borussia Dortmund, gegen den so viele gegnerische Abwehrreihen machtlos zu sein scheinen: Erling Haaland. Gerade erst war der Norweger zum „Golden Boy“ des Jahres gekürt worden. Er erhielt damit eine renommierte Auszeichnung, die die italienische Zeitung Tuttosport seit 2003 an den besten U21-Spieler in Europa nach einer Abstimmung unter europäischen Sportjournalisten vergibt. Am Abend zeigte Haaland dann im Olympiastadion auf eindrucksvolle Weise, warum auch nur er sie derzeit verdient.

Vier Tore erzielte der BVB-Angreifer beim 5:2-Sieg über die Berliner. Es war sein erster Viererpack in der Bundesliga, ein wahrlich sagenhafter Auftritt, den der 20-Jährige hinlegte. Haaland führte seine Mannschaft zu einem wichtigen Sieg im Rennen um die Bundesliga-Spitze. Tabellenführer Bayern München kam nicht über ein 1:1 gegen Werder Bremen hinaus. Der BVB liegt nun nur einen Punkt hinter dem Rekordmeister auf Platz zwei. Dank Haaland, der in seinem Alter eine Klasse für sich bleibt.

Moukoko kommt für Haaland ins Spiel

Mit seiner Leistung ermöglichte er zudem ein historisches Debüt. In der 80. Minute erzielte Haaland seinen Treffer zum 5:2, in der 85. Minute durfte er den Rasen dann verlassen. Trainer Lucien Favre wechselte Youssoufa Moukoko ein, der erst am Freitag 16 Jahre jung geworden war. Vor der Partie hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc noch vor überzogenen Erwartungen an Moukoko gewarnt. „Das, was medial um den Jungen abgeht, geht mir ein Stück zu weit. Das gefällt mir nicht“, sagte er. Favre hatte ihn zunächst auf die Bank gesetzt, brachte ihn allerdings ins Spiel, als der Sieg absolut sicher war.

Nur einen Tag, nachdem er mit seinem 16. Geburtstag die Spielberechtigung erhalten hatte, wurde Moukoko somit zum jüngsten Spieler in 57 Jahren Bundesliga-Geschichte. Auch er erlebte einen Abend, den er sicherlich niemals vergessen wird. Es war ein perfekter Abend – für Haaland, für Moukoko, für den BVB.

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