BVB

Hummels über Freiburg-Pfiffe: „Das Publikum hat sich vertan“

Enttäuscht nach dem 2:2 in Freiburg: BVB-Innenverteidiger Mats Hummels.

Enttäuscht nach dem 2:2 in Freiburg: BVB-Innenverteidiger Mats Hummels.

Foto: Reuters

Mönchengladbach.  Borussia Dortmunds Mats Hummels wurde am Ende von den Freiburger Fans bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Obwohl er übel gefoult wurde.

Im Innern des Freiburger Stadions hing der ein oder andere Fernseher – und darauf lief irgendwann auch die Szene, die für Aufregung gesorgt hatte. In der 76. Minute hatte Freiburgs Lukas Kübler im Grunde nur das Sprunggelenk von Mats Hummels erwischt. Der Verteidiger von Borussia Dortmund krümmte sich auf dem Boden, blieb lange liegen. Was ein großer Teil der Anhänger des SC Freiburg für Schauspielerei hielt.

Also pfiffen die Fans Hummels anschließend bei jedem Ballkontakt aus – bis sie lautstark jubeln durften. Denn in der 90. Minute erziele Manuel Akanji ein Eigentor, dadurch spielte der BVB beim SC Freiburg nur 2:2 (1:0).

„Ich habe die Szene gerade noch mal gesehen“, erklärte Hummels nach der Partie unweit der Fernseher. „Ich kenne das Freiburger Publikum als ein sehr faires. Heute haben sie sich völlig vertan mit der Einschätzung der Situation“, ergänzte der Weltmeister von 2014. „Wer die Szene sieht, der kann einfach nur glücklich sein, dass ich da gesund rausgehe. Ich habe jetzt noch ein paar Schmerzen. Aber nichts ist kaputtgegangen. Ich glaube jeder, der gepfiffen hat, muss wissen, dass er sich extrem vertan hat.“

BVB-Verteidiger Hummels bemängelt das Spiel mit dem Ball

Ansonsten bemängelte der Verteidiger bei seiner Mannschaft vor allem das Spiel mit dem Ball. „Wir hätten mit mehr Ballsicherheit den Sieg mitgenommen“, sagte Hummels. „Das sind die Sachen, die uns momentan von einem Spitzenteam unterscheiden. Wir müssen klüger sein, die Bälle besser halten. Wir müssen manchmal mehr dagegenhalten. Wir spielen nicht so gut, wie wir können.“

Hummels wird die Länderspielpause nutzen können, um sich von seinen Schmerzen zu erholen. Unter Bundestrainer Joachim Löw spielt er bei der deutschen Nationalmannschaft keine Rolle mehr.

BVB in zwei Wochen gegen Gladbach

In zwei Wochen empfängt Borussia Dortmund dann Borussia Mönchengladbach. „Wir schalten jetzt ein bisschen ab, erholen uns“, erklärte Hummels. „Für uns ist positiv, dass keine Mannschaft wegmarschiert.“ Deswegen: „Wir spielen nicht perfekt, aber mit ein bisschen Glück wären wir Tabellenerster.“

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben