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Marseille-Trainer bestätigt Interesse an BVB-Profi Balerdi

BVB-Profi Leonardo Balerdi (r.) im Zweikampf mit Leipzigs Ibrahima Konaté.

BVB-Profi Leonardo Balerdi (r.) im Zweikampf mit Leipzigs Ibrahima Konaté.

Foto: Getty

Dortmund.  Leonardo Balerdi hat beim BVB einen schweren Stand. Olympique Marseille zeigt nun Interesse am Verteidiger. Das bestätigt Trainer Villas-Boas.

Bei Borussia Dortmund ist Abwehrspieler Leonardo Balerdi bislang kaum zum Zug gekommen, dennoch gibt es einen Interessenten für den 21-Jährigen: André Villas-Boas, Trainer des französischen Erstligisten Olympique Marseille, bestätigt, dass sich sein Klub mit dem Innenverteidiger befasst.

Ja, er ist ein Spieler, den wir letztes Jahr verfolgt haben, aber er hat bei Dortmund für 16 Millionen Euro unterschrieben", sagte Villas Boas der französischen Sportzeitung "L'Equipe". Man habe dem Klubpräsidenten Jacques-Henri Eyraud vier potenzielle Neuzugänge genannt. "Und er ist einer davon“, erklärte der portugiesische Trainer. „Es ist ein interessantes Profil. Wir werden sehen, was passiert. Aber wir sind in den anderen drei Fällen bereit, nur für den Fall der Fälle.“

Balerdis Bilanz beim BVB enttäuscht bislang

Balerdi war vor anderthalb Jahren für 15,5 Millionen Euro vom argentinischen Spitzenklub Boca Juniors zum BVB gewechselt. Es war ein langfristig angelegter Transfer, Balerdi war nicht sofort als Stammspieler vorgesehen. Trotzdem ist die Bilanz bislang enttäuschend: sieben Einsätze stehen bislang zu Buche, sechs davon waren Kurzeinsätze nach späten Einwechslungen. Bei seinem Startelfdebüt am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison gegen die TSG Hoffenheim (0:4) lieferte er einen desolaten Auftritt in der Dreierkette: er führte nur neun Zweikämpfe, die er alle verlor, und hatte wesentlichen Anteil an zwei Gegentoren.

Beim BVB wäre man daher bereit, Balerdi ziehen zu lassen, wenn das Angebot stimmt. Denn bei Trainer Lucien Favre ist der Innenverteidiger im Ranking weit hinten angesiedelt - hinter Mats Hummels, Dan-Axel Zagadou, Manuel Akanji, Lukasz Piszczek und dem gelernten Mittelfeldspieler Emre Can. Daher wäre ein Tapetenwechsel auch für Balerdi interessant. Denn beim argentinischen Nationaltrainer Lionel Scaloni steht er deutlich höher im Kurs - und um seine Chancen auf die WM 2022 nicht zu gefährden, braucht er Spielpraxis. Laut "L'Equipe" will Marseille Balerdi für ein Jahr ausleihen und eine Kaufoption ins Geschäft einbauen, die bei zwölf Millionen Euro liegen soll.

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