Fußball

Money-Ranking: Schalke klettert, BVB verteidigt seinen Platz

Schalke 04 und Borussia stehen finanziell gut da, finden auch ihre Vereinsbosse Clemens Tönnies (links) und Hans-Joachim Watzke.

Schalke 04 und Borussia stehen finanziell gut da, finden auch ihre Vereinsbosse Clemens Tönnies (links) und Hans-Joachim Watzke.

Foto: DPA

Essen.  Schalke 04 und Borussia Dortmund sind fester Bestandteil der jährlichen Bestenliste der umsatzstärksten Fußballklubs. Es gibt einen neuen Krösus.

Im Profifußball wird gerade über mächtig viel Geld geredet. Es geht um Millionen- und Milliardensummen, die in den nächsten Jahren die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für die Vermarktung der Übertragungsrechte erwirtschaften möchte. Das war das große Thema beim DFL-Neujahrsempfang am Dienstag in Offenbach. Zeitlich passend dazu veröffentlichten die Wirtschaftsprüfer von Deloitte die sogenannte Money Football League, das Geld-Ranking des europäischen Fußballs. Borussia Dortmund und Schalke 04 sind erneut Bestandteil des kontinentalen Adels, ein dritter Bundesligist ist auch dabei – und es gibt einen neuen Spitzenreiter.

Jahr für Jahr werden beim Vergleich der Gesamtumsätze ohne Transfererlöse der 20 finanzstärksten Klubs Rekorde erzielt. Auch diesmal, bemessen wurde die Saison 2018/2019, ergibt sich wieder eine gigantische Summe. 9,3 Milliarden Euro haben die 20 Elite-Klubs umgesetzt – eine Steigerung um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der FC Barcelona hat den spanischen Zweikampf nicht nur in der Liga gewonnen, sondern rangiert auch bei Deloitte mit 840,8 Millionen Euro Umsatz diesmal wieder vor dem Vorjahres-Primus Real Madrid (757,3 Millionen Euro).

Schalke 04 verbessert sich in die Top 15

Der FC Bayern (660,1/Plus von 30,9 Millionen Euro) ist als bester Bundesliga-Vertreter stabiler Vierter dieser Rangliste. In Deutschland sind die beiden Revierklubs sowieso äußerst beliebt, in Europa machen sie auch wirtschaftlich auf sich aufmerksam: Der BVB wird mit einem Umsatzplus von 20 Prozent auf insgesamt 377,1 Millionen Euro erneut auf Rang zwölf gelistet. Schalke 04 verbesserte sich um einen Platz und ist als 15. mit 324,8 Millionen Euro (vorher 243,8 Millionen Euro) gut im Rennen.

„Die Klubs der Football Money League sind auf gutem Weg, in naher Zukunft die 10-Milliarden-Euro-Grenze zu durchbrechen“, sagt Stefan Ludwig, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. „Wir haben allerdings beobachtet, dass sich innerhalb der Top 20 eigene Mini-Ligen bilden – so setzen sich beispielsweise die finanzstärksten Klubs immer weiter ab. Für einen Platz in den Top 7 mussten die Klubs in der Saison 2018/19 mehr als 600 Millionen Euro erwirtschaften – Neapel auf Platz 20 müsste seinen Umsatz also mindestens verdreifachen um finanziell vorne mitspielen zu können.“

Champions League Wachsumstreiber bei BVB und S04

Grund für den Anstieg bei Borussia Dortmund war die Teilnahme an der Champions League. Die Uefa-Zahlungen für die Königsklasse sind mit 45 Millionen Euro, rund drei Viertel des Gesamt-Plus, der entscheidende Wachstumstreiber. Weil 2020 der neue, finanziell äußerst lukrative Ausstatter-Deal mit Puma in Kraft tritt, rechnen die Deloitte-Prüfer auch fest damit, dass der BVB sich in den Top 12 halten wird.

Schalke 04 hat sich mit dem Umsatzzuwachs in die Top 12 gewirtschaftet. Der Rückkehr nach vier Jahren in die Champions League sei da Dank – dementsprechend schwierig wird es wohl sein, diese Platzierung im kommenden Ranking ohne Uefa-Einnahmen halten zu können. Aus den Top 20 dürften die Gelsenkirchener aber doch nicht rutschen.

Wirtschaftlich läuft es gut für die beiden Revierklubs – und sportlich sind Borussia Dortmund und Schalke 04 ja auch auf einem guten Weg. (ab)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben