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Passlack kämpft um BVB-Comeback: „Gebe alles dafür“

Letzte Saison noch in England für Norwich am Ball, ist Felix Passlack seit dieser Saison in Holland unter Vertrag.

Letzte Saison noch in England für Norwich am Ball, ist Felix Passlack seit dieser Saison in Holland unter Vertrag.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Sittard/Dortmund.  Jahrhunderttalent Felix Passlack kehrt im Sommer von seiner dritten Ausleihe zu Borussia Dortmund zurück. Der 21-Jährige hat klare Vorstellungen.

Es ist schon ein Weilchen her, dass Felix Passlack zuletzt das Trikot des BVB trug. 19. August 2017, die Bundesligasaison war noch recht frisch, da durfte das Kraftpaket, bei Borussia Dortmund nach all den Erfolgen in den Nachwuchs-Teams als Jahrhunderttalent gefeiert, ran. 3:0 gegen den VfL Wolfsburg, Passlack wurde in der 77. Minute für Dan-Axel Zagadou eingewechselt. Noch eine Viertelstunde in Schwarz und Gelb – dann war der Traum für das Vereinsurgestein erst einmal ausgeträumt.

Gut zweieinhalb Jahre später ist Felix Passlack bei seiner dritten Leihstation aktiv. Erst war es die TSG Hoffenheim in der Bundesliga, dann Norwich City in Englands zweiter Division, nun Fortuna Sittard in der niederländischen Eredivisie. Nach 25 Einsätzen mit zwei Toren und drei Vorlagen steht der immer noch erst 21 Jahre alte Rechtsverteidiger im Sommer vor der nächsten Rückkehr nach Dortmund. Und vor dem nächsten Versuch, wieder Fuß zu fassen. Bei welchem Verein auch immer.

Passlack sieht sich in der Bundesliga - vielleicht sogar beim BVB

„Wenn ich im Sommer nach Ende der Ausleihe zurückkehre, suche ich natürlich gleich in der Vorbereitung meine Chance und gebe alles dafür, in der neuen Saison möglichst viel Einsatzzeit zu bekommen“, sagte Passlack nun der Bild. Ob das beim BVB der Fall sein wird, ist unklar. Kommt für Trainer Lucien Fravre eine Verstärkung aus Sittard? "Gut möglich", sagt er und lacht. Grundsätzlich sieht sich Passlack aber in der Bundesliga: „Ganz klar ja. Aber wichtig ist bei meiner nächsten Station – ob in Deutschland oder im Ausland – dass ich den nächsten Schritt mache und regelmäßig spiele.“

Durch seine Zeit in England fühlt sich der gebürtige Bottroper nun körperlich stärker, um sich im Profifußball durchzusetzen. Bei Fortuna Sittard ist Passlack sogar Stammspieler. Warum bleibt er nicht beim Tabellen-16.? „Ich mache mir gerade extrem viele Gedanken über meine Zukunft. Ausschließen möchte ich nichts“, sagt Passlack, „ich weiß es zu enorm schätzen, dass mich Fortuna in die Position gebracht hat, mich wieder in den Fokus zu spielen. Allerdings: Wenn ich mich noch ein Jahr ausleihen lassen sollte, müsste ich meinen Vertrag in Dortmund auch noch mal um ein Jahr verlängern. Dann hätte ich nächste Saison wieder dieselbe Situation.“

Passlack hatte beim BVB Schwierigkeiten beim Übergang aus der Jugend zu den Profis

Passlack ist auf tragische Weise ein Beispiel dafür, wie schwer es herausragende Talente beim Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich haben können. Am 2. März 2016 debütierte der damals 17-Jährige für Borussia Dortmund beim 2:0-Sieg über den SV Darmstadt 98. Was ging schief? „Den Hype habe ich wahrgenommen“, sagt er, „aber versucht, mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Für mich ist entscheidend, dass ich auf höchstem Niveau bewiesen habe, dass ich es kann.“

Das Rüstzeug dazu hat ihm aber nicht Jürgen Klopp mit auf den Weg gegeben. Ihm werde Passlack „zwar ewig dankbar dafür sein, dass er mich hochgebracht hat“, aber der wichtigste Mann für sein Fußballerleben ist nicht der aktuelle Trainer des FC Liverpool, sondern Hannes Wolf. „Er war in der BVB-Jugend vier Jahre lang mein Trainer. Von ihm habe ich alles mitgenommen“, so Passlack. Wolf trainiert inzwischen den belgischen Topklub KRC Genk. „Von ihm habe ich am meisten gelernt.“ Vielleicht kann das Felix Passlack ja auch noch mal im Trikot des BVB zeigen. (fs)

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