Nationalmannschaft

Personalnot - doch Löw schließt Hummels-Rückkehr weiter aus

Bundestrainer Joachim Löw mit Mats Hummels von Borussia Dortmund im September 2018.

Bundestrainer Joachim Löw mit Mats Hummels von Borussia Dortmund im September 2018.

Foto: imago

Dortmund.  Zehn Spieler fallen definitiv aus. Dazu ist der Einsatz von Werner und Gündogan fraglich. Für Bundestrainer Löw eine neue Herausforderung.

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Die Ausfallmisere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weitet sich vor den anstehenden Länderspielen immer mehr aus. Stürmer Timo Werner von RB Leipzig leidet an einem grippalen Infekt, Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan von Manchester City hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Ein Einsatz beider Akteure im Testspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Dortmund gegen Argentinien und im EM-Qualifikationsspiel vier Tage später in Tallinn gegen Estland ist zumindest fraglich.

Löw über Hummels: "Wir gehen unseren Weg erstmal mit den jungen Spielern"

Das teilte Bundestrainer Joachim Löw beim Treffen des DFB-Teams am Montag in Dortmund mit. Ohnehin stehen Löw bereits zehn Spieler wegen Verletzungen nicht zur Verfügung. „Das tut uns natürlich weh“, sagte der DFB-Chefcoach. „Es häuft sich. Ich war seit gestern nur am Telefon und habe schlechte Nachrichten bekommen. Wir müssen wahrscheinlich nachnominieren“, erklärte Löw.

Eine Rückholaktion von BVB-Innenverteidiger Mats Hummels schloss der Bundestrainer allerdings aus: „An ihn habe ich nicht gedacht. Ich habe vor einigen Wochen gesagt, dass wir erstmal unseren Weg mit den jungen Spielern gehen. Es gibt jetzt keine Veranlassung, den Mats zu nominieren“, sagte Löw in Dortmund.

Wegen einer Schulterluxation mit Kapselbandverletzung konnte wie befürchtet auch Matthias Ginter nicht im DFB-Hotel im Dortmunder Süden anreisen. Eine MRT-Untersuchung am Montag bestätigte den Verdacht auf eine schwerere Verletzung. Am Sonntag hatten Real-Madrid-Star Toni Kroos und der Kölner Jonas Hector passen müssen. Wegen Verletzungen pausieren derzeit auch Leroy Sané, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka, Kevin Trapp, Nico Schulz, Julian Draxler und Thilo Kehrer.

Neulinge Serdar und Amiri rücken noch mehr in den Blickpunkt

„Ich finde es sehr schade“, sagte Löw. Denn normalerweise sei es schon mit Blick auf die EM-Endrunde 2020 das Ziel gewesen, dass sich die junge Mannschaft richtig einspielen kann. „Jetzt müssen wir immer wieder von vorne beginnen. Das ist natürlich keine gute Voraussetzung. Wir machen das Beste daraus. Ich möchte auch nicht lamentieren. Es ist manchmal auch eine Chance für andere, junge Spieler. Aber es ist im Moment ungewöhnlich hart für uns.“

Nach der Ausfallserie rücken die erstmals zur A-Nationalmannschaft eingeladenen Neulinge Suat Serdar (Schalke 04) und Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) noch mehr in den Blickpunkt. „Ich war sehr nervös und bin es immer noch“, verriet der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler Serdar. Unter Trainer David Wagner erlebte der Jungprofi mit türkischen Wurzeln in Gelsenkirchen einen Aufschwung, der U21-Vizeeuropameister traf in fünf Bundesligaspielen in dieser Saison schon dreimal. Nun darf er auf sein Debüt im Löw-Team hoffen. (dpa)

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