Fußball

Weigl erklärt seinen BVB-Abschied und träumt vom DFB-Team

Julian Weigl zu seiner Zeit bei Borussia Dortmund.

Julian Weigl zu seiner Zeit bei Borussia Dortmund.

Foto: dpa

Essen.  Nach fast fünf Jahren beim BVB entschied Weigl sich im Januar für einen Wechsel zu Benfica. Nun erklärt er, warum er Dortmund verlassen wollte.

Seit Januar 2020 spielt Julian Weigl bei Benfica in Lissabon. „Ich habe gespürt: Ich brauche eine Veränderung“, sagt der 24-Jährige, der zwischen 2015 und 2020 für Borussia Dortmund in der Bundesliga ausgelaufen ist, im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Der Wunsch den BVB zu verlassen, war für Weigl spätestens seit Januar 2019 klar, als ihm Paris Saint-Germain und sein Ex-Trainer Thomas Tuchel ein Vertragsangebot unterbreitet hatten. „Ich hatte mich in der Zeit des Angebots aus Paris innerlich entschieden, etwas anderes machen zu wollen. Und das Gefühl ging nie mehr weg“, sagt der Mittelfeldspieler.

Das Angebot des französischen Serienmeisters hätte Weigl „gern angenommen“, gibt er zu. Ein Transfer platzte aber, da die Dortmunder „die Tür komplett verschlossen“ haben“, wie er sagt. „Ich habe den Verein schon auch Verstanden. Wir hatten große Chancen, Deutscher Meister zu werden, es waren viele Innenverteidiger verletzt. Trotzdem willst du es in so einer Situation nicht wahrhaben.“ Sich zu einem Wechsel zu streiken kam für den gebürtigen Bayern allerdings nicht infrage. „Dafür hatte ich Dortmund zu viel zu verdanken“, betont er.

Ex-BVB-Star Julian Weigl träumt von Comeback in der Nationalmannschaft

Nach seinem Wechsel von 1860 München ins Ruhrgebiet absolvierte er 171 Pflichtspiele für die Borussia und gewann in dieser Zeit den DFB-Pokal. Für Weigl stand dennoch fest, dass er die Bundesliga irgendwann verlassen möchte. „Für mich war immer klar: Ich will auf jeden Fall mal ins Ausland“, erklärt der 24-Jährige. „Ich hätte auch, wenn ich Student gewesen wäre, auf jeden Fall ein Auslandssemester eingelegt.“

Beim portugiesischen Rekordmeister Benfica will Weigl nun den nächsten Karriereschritt gehen und sich wieder für die Nationalmannschaft empfehlen. Das bislang letzte seiner fünf Länderspiele liegt inzwischen über drei Jahre zurück (1:0 gegen England im März 2017). „Es ist nicht unmöglich“, sagt er zu einem möglichen Comeback. „Ich sehe Benfica nicht in einer schlechteren Position als manche Bundesligateams, und international zeigen kann ich mich auch. Ja ich will mich da wieder reinspielen.“ (rh)

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