DFB-Pokal

Pokal-Überraschung: Frankfurt schmeißt RB Leipzig raus

Frankfurts Zehner Filip Kostic feiert den Sieg gegen Leipzig mit Goncalo Paciencia. RB-Spieler Dayot Upamecano steht frustriert daneben.

Frankfurts Zehner Filip Kostic feiert den Sieg gegen Leipzig mit Goncalo Paciencia. RB-Spieler Dayot Upamecano steht frustriert daneben.

Foto: AFP

Frankfurt.  Eintracht Frankfurt hat seinen Ruf als Leipzig-Schreck bestätigt. Die Hessen warfen die Sachsen aus dem DFB-Pokal und stehen im Viertelfinale.

RB Leipzig und Julian Nagelsmann haben die erste Titelchance der Saison verspielt und gehen schwer angeschlagen in das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern. Der Vorjahresfinalist verlor im Achtelfinale des DFB-Pokals am Dienstagabend mit 1:3 (0:1) bei Eintracht Frankfurt - für die weitgehend harmlosen Leipziger war es vor dem Gipfeltreffen in München am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) schon das dritte sieglose Spiel in Folge

Vor 47 400 Zuschauern schossen André Silva (16. Minute/Handelfmeter) und Filip Kostic (51. und 90.+5) die Tore für effektive Hessen, deren Fans nach dem Pokalsieg 2018 schon vom nächsten Coup träumen. Der eingewechselte Leipziger Neuzugang Dani Olmo (69.) erzielte den Anschlusstreffer.

Frankfurt schlug Leipzig auch in der Bundesliga

Beide Mannschaften waren erst vor zehn Tagen in der Liga aufeinandergetroffen, die Eintracht gewann mit 2:0. Entsprechend motiviert begannen die am Wochenende als Tabellenführer abgelösten Gäste. Amadou Haidara und noch aussichtsreicher Patrik Schick, der anstelle von Nationalspieler Timo Werner in der Startformation stand, scheiterten mit ihren Abschlüssen innerhalb weniger Sekunden knapp (10.).

Keine fünf Minuten später berührte Leipzigs Nationalspieler Marcel Halstenberg den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand. Den erst nach Einsatz des Videobeweises gegebenen Elfmeter verwandelte Silva, der kurz vor der Pause noch das Außennetz traf (45.), sicher. Der Portugiese spielte für den nach einem Magen-Darm-Infekt geschwächten Bas Dost von Beginn an. Auf Winter-Neuzugang Stefan Ilsanker musste Eintracht-Trainer Adi Hütter dagegen verzichten - eine Vertragsklausel verhinderte den Einsatz des am Freitag von Leipzig nach Frankfurt gewechselten Österreichers.

Die Gäste kontrollierten unmittelbar nach dem Eintracht-Tor zwar weitestgehend die Partie. Die Nagelsmann-Elf spielte aber zu statisch, leistete sich mehrere Fehlpässe - und blieb hinten anfällig. Seinen Verzicht auf Toptorjäger Werner in der Startelf hatte Nagelsmann vor der Partie mit der Eintracht-Taktik begründet. „Frankfurt hat sich extrem auf Werner eingestellt“, sagte der Trainer bei Sport1. Der Nationalspieler kam erst in der 61. Minute aufs Feld.

Die Eintracht, die am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen den FC Augsburg antritt, beschränkte sich zunehmend auf Konter, die aber enorm effektiv gespielt wurden. Vor ihrem zweiten Tor nutzten die Hessen einen fatalen Fehlpass von Dayot Upamecano, um blitzschnell vor das Leipziger Tor zu gelangen, wo Kostic die Nerven behielt. Mijat Gaćinović traf wenig später das Außennetz (58.), Martin Hinteregger verpasste per Kopf denkbar knapp (72.). Die nun mit drei Stürmern agierenden Leipziger drückten auf den Anschluss, den Olmo aus gut 13 Metern erzielte. Sekunden vor Schluss machte Kostic alles klar. (dpa)

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