Fortuna-Stürmer

Fortuna Düsseldorf kämpft um Kownacki-Verbleib

Dawid Kownacki (in Rot) setzt sich gegen Schalker Jeffrey Bruma durch.

Dawid Kownacki (in Rot) setzt sich gegen Schalker Jeffrey Bruma durch.

Foto: firo/Sebastian El-Saqqa / firo

Düsseldorf  Am Wochenende startet die U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino. Auch Polen ist mit dabei. Kapitän der Mannschaft ist Dawid Kownacki von Sampdoria Genua. Er war zuletzt an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kownacki konnte die Fortuna-Verantwortlichen in elf Pflichtspielen überzeugen. Er erzielte in der Bundesliga vier Tore für die Fortuna. Zwei davon beim 4:0 auf Schalke. Bleibt nun abzuwarten, ob die Düsseldorfer die Kaufoption für den Stürmer ziehen werden.

Denn die Ablösesumme liegt bei zwölf Millionen Euro. Sehr viel Geld für einen Klub wie Fortuna Düsseldorf. Kownacki ist nämlich noch bis zum 30. Junin 2022 an Sampdoria Genua gebunden. "Bei mir muss sich Dawid überhaupt nicht mehr ins Rampenlicht spielen. Er ist ein richtig guter Spieler und wird ein noch besserer Spieler werden. Mal sehen, ob wir es schaffen, ihn zu behalten. Ich wünsche es mir – gar keine Frage", sagte Fortuna-Trainer zuletzt in der "Rheinischen Post".

Kownacki erklärte vor dem U21-EM-Start, warum er sich im vergangenen Winter für die Fortuna und gegen Schalke entschied. "Düsseldorf war meine beste Entscheidung. Ich bin sehr zufrieden. Ich habe viele Meinungen von Journalisten und Experten gelesen, die meine Leihe nach Düsseldorf als schlechte Wahl bezeichnet hatten. Vor allem, weil ich zwei Tage vor der Unterschrift in Düsseldorf noch einen Anruf von den Verantwortlichen des FC Schalke erhalten habe. Als dieses Angebot ans Tageslicht kam, haben sich alle gewundert, warum ich nicht die Offerte angenommen habe, da Schalke doch der größere Klub sei. Schalke war damals in einem Tief. Bei denen ging nicht viel. Der Druck war sehr groß. Vor einem halben Jahr habe ich solch einen Druck nicht benötigt. Ich wollte einfach nur wieder regelmäßig spielen. Ich habe die Unterstützung und das Vertrauen gebraucht. Das alles habe ich bei der Fortuna erhalten", erklärt der Pole in einem Interview mit dem "Przeglad Sportowy".

Fortuna kämpft um Kownacki

Kein Wunder, dass der polnische Angreifer gerne in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens bleiben würde. Kownacki im "Przeglad Sportowy": "Ich habe jetzt drei Monate in Deutschland verbracht, stand über 600 Minuten auf dem Platz und habe in elf Spielen vier Tore erzielt. In der Zwischenzeit habe ich mich noch verletzt und meine Tochter Lena wurde geboren. Hier habe ich einen Sonderurlaub erhalten. Jetzt bin ich wieder fit. Ich habe mit Trainer Funkel gesprochen, der mir sagte, dass die Fortuna alles unternehmen wird, um mich zu behalten. Ich will das auch, weil ich die Kontinuität auch brauche. Ich weiß, wenn ich gesund bin und mir vertraut wird, dass ich das alles mit meinen Qualitäten zurückzahle. Wenn alles so verläuft, wie ich es plane, dann könnte ich nach einer erfolgreichen Saison darüber nachdenken, den nächsten Schritt zu machen und zu einem größeren Verein zu wechseln."

Die Europameisterschaft in Italien und San Marino, bei der die Polen in einer Gruppe mit Belgien, Italien und Spanien sind, könnte auch für Kownacki eine gute Gelegenheit sein, um sich zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben