2. Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorfer ist zurück an der Spitze der 2. Liga

Fortunas Andre Hoffmann (li.) jubelt über seinen Treffer zum 1:0 mit seinen Mannschaftskameraden Niko Gießelmann (Mitte) und Marcel Sobottka.

Foto: Bernd Thissen/dpa

Fortunas Andre Hoffmann (li.) jubelt über seinen Treffer zum 1:0 mit seinen Mannschaftskameraden Niko Gießelmann (Mitte) und Marcel Sobottka. Foto: Bernd Thissen/dpa

Düsseldorf.   Durch den 2:1-Heimsieg gegen den FC St. Pauli ist Fortuna Düsseldorf wieder die Nummer eins in der 2. Liga. Kick and Rush auf Stockumer Acker.

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Fortuna Düsseldorf erobert nach dem gestrigen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den FC St. Pauli die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga zurück. Trotz des Ackers in der Stockumer Arena griffen beide Teams mit offenem Visier an und boten den 37 208 Zuschauern ein unterhaltsames Spektakel.

Mit Genki Haraguchi und Taka­shi Usami rückten als japanische Flügelzange die zwei Außen nach vorne zu Stürmer Rouwen Hennings. Cheftrainer Friedhelm Funkel richtete so seine Mannschaft im 4-3-3 aus, doch trotz der offensiven Aufstellung kämpfte Fortuna mit dem erdigen Platz. Durch Mulden und Löcher ging viel Tempo verloren. So fiel die Führung für Düsseldorf nach acht Minuten, ohne dass der Ball den Stockumer Acker berührte. Nach einem Eckstoß von Takashi Usami bugsierte Fortunas Andre Hoffmann vollkommen frei die Kugel mit der Hüfte in den Hamburger Kasten.

Neue Formation

Fortunas Mittelfeld war durch die neue Formation gezwungen, steile, wegen des Rasens oft hohe Pässe zu einer der drei Spitzen zu riskieren. Fortunas Taktik sorgte für mehr Bewegung, allerdings auch in die gegenläufige Richtung. St. Pauli wartete auf diese Zuspiele, um Konter zu starten. Hamburgs Christopher Avevor erwischte nach 35 Minuten freistehend im Fünfmeterraum das Zuspiel nicht mehr rechtzeitig und verpasste knapp den Ausgleich. „Wir sind in einige Konter zu einfach reingelaufen“, kritisierte Fortune Marcel Sobottka: „Wenn man so knapp führt, darf das nicht passieren.“

Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff wurde es nochmal richtig eng für Fortuna. Torwart Raphael Wolf wollte einen Rückpass zurück ins Spiel bringen, schoss jedoch den anrennenden Gegenspieler Aziz Bouhaddouz an. Beide sahen der Kugel regungslos hinterher, wie sie langsam Richtung Tor rollte und schließlich doch noch am Pfosten abprallte. Direkt im Anschluss brachte noch ein Eckstoß der Kiezkicker Gefahr, nach katastrophalem Fehlpass von Marcel Sobottka. Es war letztendlich Glück, dass zwei Paulianer kurz vor der Linie am Ball vorbei sprangen und Schiedsrichter Timo Gerach Fortuna in die rettende Halbzeit entließ. „In dieser Phase kam die Pause zur rechten Zeit. Wenn der Ausgleich gefallen wäre, hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, bestätigte Torschütze André Hoffmann.

Nach der Halbzeit konzentrierter

Nach der Halbzeit agierte Fortuna konzentrierter und setzte auf den zweiten Treffer, genauso wie St. Pauli weiter auf den Ausgleich lauerte. So entwickelte sich eine Art „Kick and Rush“ mit vielen Torchancen. Die vielleicht Größte hatte Rouwen Hennings in der 56. Minute. Fortunas Mittelstürmer profitierten vom Solo seines Kollegen Julian Schauerte, der ersten einen Gegenspieler tunnelte und dann quer auf Hennings legte. Doch Hamburgs Torwart Robin Himmelmann verhinderte mit einer großartiger Parade den Treffer. Den überragenden Schlussmann überwand erst Takashi Usami nach 74 Minuten per Flachschuss aus der Distanz zum 2:0.

Obwohl St. Pauli daraufhin den Druck erhöhte, blieb Fortuna stabil und sorgte mit Kontern für genug Entlastung, um sich nicht vollends in die Ende drängen zu lassen. In der Nachspielzeit landete dann doch ein von Paulis Aziz Bouhaddouz abgefälschter Schuss im Düsseldorfer Netz. Der Sieg war den Rheinländern zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr zu nehmen, so dass Fortuna von Nürnbergs Patzer gegen Greuther Fürth profitieren konnte und erneut an die Spitze der 2. Bundesliga kletterte.

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