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Fortuna hat trotz Sieg über MSV "noch einiges zu arbeiten"

Düsseldorfs Rouwen Hennings bejubelt sein Tor zum 1:0. Die Fortuna setzte sich mit 3:1 gegen den MSV Duisburg durch.

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Düsseldorfs Rouwen Hennings bejubelt sein Tor zum 1:0. Die Fortuna setzte sich mit 3:1 gegen den MSV Duisburg durch. Foto: dpa

Düsseldorf.  Nach dem 3:1-Sieg gegen den MSV ist die Stimmung bei der Fortuna blendend. Aber es gibt auch mahnende Worte. Wir haben die Stimmen gesammelt.

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Den besten Spruch nach einem großartigen Fußballabend in der Düsseldorfer Arena hatte Fortuna-Angreifer Rouwen Hennings parat. Nach dem wackeligen 3:1 (2:0)-Heimsieg über den MSV Duisburg und der damit verbundenen Tabellenführung vor der Länderspielpause meinte der 1:0-Kopfballtorschütze nur trocken: “Fußballern wird ja nachgesagt, sie seien faul. Aber nach solch einem Spiel freue ich mich nun wirklich auf ein schönes Wochenende - es sei denn, Jogi Löw ruft nachher noch an.”

Wird der Bundestrainer sicher nicht machen. Trotzdem gehen Hennings und seine Düsseldorfer mit dem Gefühl in die Pause, derzeit das Maß der Dinge zu sein. Zumindest in der 2. Fußball-Bundesliga. Ohne allerdings den Blick für die Realität zu verlieren. Aus dem 3:1 gegen enorm offensivstarke Duisburger hätte auch ein 7:1, aber auch ein 3:5 werden können. Viermal rettete das Gestänge für die Fortuna, dazu musste Torhüter Raphael Wolf einen selbst verschuldeten Foulelfmeter von Moritz Stoppelkamp parieren, um den MSV nicht frühzeitig zurück in die Partie zu lassen.

“Wir müssen über neunzig Minuten eine gute Leistung zeigen, nicht nur punktuell”, merkte Kapitän Oliver Fink, der Jean Zimmers Schuss zum 2:0 entscheidend abgefälscht hatte, kritisch an. Auch Außenverteidiger Nico Gießelmann mahnte zur Vorsicht: “Wir wollten eigentlich eine kontrollierte Offensive spielen und uns nicht nur hinten reinstellen in der zweiten Halbzeit. Über ein 3:3 hätte sich keiner beschweren dürfen, wir haben noch einiges zu arbeiten.”

Trainingsfrei bis Mittwochnachmittag

Das Glück haben sich die Fortunen indes schon erarbeitet. Nicht nur am Montagabend. “Das ist eine große Qualität meiner Mannschaft und sicher kein Zufall”, erklärte Trainer Friedhelm Funkel. Der Blick auf die Tabelle bei fünf Punkten Vorsprung auf Platz drei und vier verschafft dem 63-jährigen Trainer-Routinier vor der Länderspielpause zwar ein gutes Gefühl. Und seine “platten” Mannen bekamen bis Mittwochnachmittag trainingsfrei.

“Träumen vom Aufstieg dürfen alle, wir aber müssen weiter an uns arbeiten”, befand Funkel, “wir haben alle Siege der Saison hart erkämpft und noch kein klares Ergebnis geschafft.”

Lob gab es an seine laufstarke Truppe trotzdem. “Wir haben nach vorn bisher richtig guten Fußball gespielt. Nicht nur gegen den MSV.”

Übrigens: Torhüter Raphael Wolf hatte sich bei zwei Aktionen einen Brummschädel, aber keine Gehirnerschütterung zugezogen. Trotzdem wurde der Ex-Bremer nach einer guten Stunde wegen Scbwindelattacken ausgewechselt. Der 20-jährige Dortmunder Tim Wiesner hielt seinen Kasten in der Schlussphase souverän sauber.

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