2. Fußball-Bundesliga

Heißes Pflaster Alte Försterei: Spannende Spiele gegen Union

Robin Bormuth und Kevin Akpoguma stürmen nach Ihlas Bebous Siegtreffer im bislang letzten Duell an der Alten Försterei im Jahr 2016 zum Jubeln in die Gästekurve zu den Fans der Fortuna.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Robin Bormuth und Kevin Akpoguma stürmen nach Ihlas Bebous Siegtreffer im bislang letzten Duell an der Alten Försterei im Jahr 2016 zum Jubeln in die Gästekurve zu den Fans der Fortuna. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Düsseldorf.   Zwölfmal trafen Union Berlin und die Fortuna im Köpenicker Stadion aufeinander und nie siegte eines der Teams höher als mit einem Tor Differenz.

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Es ist eines der Spiele, auf die sich Friedhelm Funkel am meisten freut. „An der Alten Försterei“, so stellt der Trainer des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf fest, „sind die Spiele immer unglaublich spannend und hektisch. Die Berliner Zuschauer stehen voll hinter Union und entfachen eine Wahnsinns-Atmosphäre. Ich hoffe, dass das auch am Samstag wieder der Fall ist.“ Das Duell (Anstoß 13 Uhr), bei dem Fortuna trotz Karnevals-Konkurrenz auf die Unterstützung von 2500 Fans zählen kann, steht in der Tradition etlicher denkwürdiger Spiele.

14. Oktober 2000: Die Premiere. Nur 4801 Zuschauer sind beim ersten Vergleich der beiden Traditionsvereine dabei. Die deutsche Teilung und sportliche Abstiege haben ein früheres Aufeinandertreffen verhindert, jetzt geht es in der damals drittklassigen Regionalliga Nord gegeneinander. In der noch nicht umgebauten und baufälligen Alten Försterei gewinnt Union durch Treffer von Harun Isa und Ronny Nikol 2:1; Fortunas Torschützen Mladen Kovacic kennen nur noch Insider.

15. April 2005: Der erste Auswärtssieg. Die Alte Försterei ist dem Verfall wieder ein Stück näher gekommen, Fortuna dagegen ist auferstanden aus sportlichen Ruinen. Nach zwei Jahren Viertklassigkeit spielt sie wenigstens wieder Regionalliga-Fußball und dreht durch Tore von Tim Kruse (84.) und Marcel Podszus (86.) kurz vor Schluss innerhalb von 100 Sekunden die Partie. Den 2:1-Erfolg der Düsseldorfer wollen wieder nur 5000 Zuschauer sehen.

28. Juli 2007: Hamza Cakirs Meilenstein. Innerhalb von drei Monaten muss Fortuna zweimal nach Köpenick. Am Ende der Saison 2006/07 unterliegt sie 0:1, nun gewinnt sie mit dem mit Abstand beliebtesten Ergebnis zwischen beiden Teams. Als Fortunas Eigengewächs Hamza Cakir in der 75. Minute zum goldenen Tor einköpft, ahnt noch niemand, dass es für mehr als neun Jahre der letzte Düsseldorfer Sieg bei Union sein sollte. Dass es überhaupt dazu kommt, sichert Torhüter Michael Melka, indem er fünf Minuten vor dem Abpfiff einen Handelfmeter der Berliner Ikone Torsten Mattuschka abwehrt. Die Kulisse hat sich inzwischen wenigstens auf 6300 gesteigert.

19. November 2011: Torlos Richtung Aufstieg. Eine der kuriosesten Serien des deutschen Profifußballs liegt hinter den Klubs. Achtmal in Folge hat einer der beiden 1:0 gewonnen, ehe ein 3:0-Sieg Fortunas im April 2011 den Bann bricht. Das nächste Gastspiel an der mittlerweile teilrenovierten Alten Försterei bringt keine Tore, aber zum ersten Mal die inzwischen legendäre Stimmung. 18.400 Besucher sind dabei, der Gästeblock ist voll – und voller Vorfreude auf den ein halbes Jahr später feststehenden Aufstieg in Liga eins.

29. Oktober 2016: Wieder Party dank der eigenen Jugend. Fortunas erster Sieg in Köpenick seit 2007 gelingt durch Ihlas Bebou, wie Cakir aus dem eigenen Nachwuchs (56.). Der Rest des Spiels wird zur Abwehrschlacht, bei der die 1600 Düsseldorfer Fans phasenweise lauter sind als die fast 20 000 Berliner Zuschauer. Kaan Ayhan sieht noch die Gelb-Rote Karte, aber am Ende hat Union die erste Heimniederlage seit mehr als einem Jahr eingesteckt. Natürlich mit 0:1. (jol)

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