Frauen-WM

Donald Trump gratuliert US-Fußballerinnen zum WM-Sieg

US-Star Megan Rapinoe streckt den WM-Pokal in die Luft.

US-Star Megan Rapinoe streckt den WM-Pokal in die Luft.

Foto: Getty

Lyon.  Auch die Niederlande konnten den Siegeszug des US-Teams im Frauen-Finale nicht stoppen. Nach dem 2:0-Sieg meldete sich der US-Präsident zu Wort.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

US-Präsident Donald Trump hat den amerikanischen Fußballerinen zum Sieg bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gratuliert. «Herzlichen Glückwunsch an die US-Frauenfußballmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft!», schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. Es sei ein «großartiges und aufregendes» Spiel gewesen. «Amerika ist stolz auf euch alle!», fügte der Präsident hinzu.

Das US-Team von Trainerin Jill Ellis setzte sich am Sonntag im Finale in Lyon mit 2:0 (0:0) gegen Europameister Niederlande durch und sicherte sich nach 1991, 1999 und 2015 den vierten WM-Titel.

Nicht alle im Team dürften sich über die Glückwünsche von Trump gefreut haben. Spielführerin Megan Rapinoe hatte kürzlich deutlich gemacht, dass sie keine gute Meinung von dem Präsidenten hat. Auf die Frage, ob sie sich nach einem möglichen Gewinn des WM-Titels über eine Einladung Trumps ins Weiße Hause freuen würde, sagte sie: «I'm not going to the fucking White House» (deutsch: «Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen»).

Trump reagierte daraufhin wie so oft gereizt und erklärte, Rapinoe solle das Land, das Weiße Haus und die amerikanische Flagge nicht missachten, insbesondere weil so viel für sie und das Team getan worden sei.

Auf einer WM-Pressekonferenz nahm Rapinoe das Schimpfwort zurück, stand aber weiterhin klar zu ihrer Aussage, nicht ins Weiße Haus gehen zu wollen. Sie ermutigte auch ihre Teammitglieder, die Einladung nicht anzunehmen, um Trump keine Bühne zu bieten.

Rapinoes Teamkollegin Ali Krieger, die zwischen 2007 und 2012 einige Jahre für den 1. FFC Frankfurt in der Bundesliga kickte, erklärte, dass sie eine Trump-Einladung nicht annehmen werde. Sie gehe «absolut nicht» ins Weiße Haus, sagte die Verteidigerin CNN. «Ich weigere mich einen Mann zu respektieren, der keinen Respekt verdient.» (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben