Mönchengladbach. Gegen Hoffenheim musste Borussia Mönchengladbach auf zehn Profis verzichten. Wer wird rechtzeitig zum Pokalspiel gegen Wolfsburg am Dienstag fit?

Als Max Eberl noch Sportchef von Borussia Mönchengladbach war, verlieh er regelmäßig seinem Wunsch nach einem Titel Ausdruck. Er wolle mal „etwas Blechernes“ gewinnen, sagte er dann und meinte damit vor allem den DFB-Pokal, also jenen Wettbewerb, in dem der Klub vom Niederrhein seine bislang letzte Trophäe holte. 1995 triumphierte Gladbach im Berliner Olympiastadion mit dem 3:0-Sieg über den VfL Wolfsburg, der nun auch am Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) zum ersten Pokalduell zwischen den Klubs seit 28 Jahren im Borussia-Park antritt.

Historisch betrachtet weckt die Partie also Assoziationen. Gladbach-Trainer Gerardo Seoane mag allerdings vor dem Achtelfinale nicht an eine Endspiel-Teilnahme oder gar einen Titel denken. „Natürlich haben auch alle Träume. Aber es nützt nichts, zu träumen, sondern man muss sich auf die Aufgabe konzentrieren“, sagte der Schweizer am Montag. „Der Wunsch ist, Schritt für Schritt nach vorne zu kommen. Der Fokus liegt auf dem nächsten Spiel. Wenn wir zu Hause spielen, gibt uns das einen Push.“

VfL Wolfsburg auswärts mit Negativserie

Seoane erinnerte sich dabei auch an die Liga-Partie gegen Wolfsburg vor dreieinhalb Wochen, die Gladbach mit 4:0 gewann, in der die Borussen mit effektivem Offensivspiel und kompakter Defensivarbeit überzeugten. „Aus einer emotionalen Sicht ist es gutes Gefühl, wenn man hier mit einer guten Leistung ein gutes Ergebnis erzielt hat. Aber wir stehen vor einer neuen Herausforderung“, warnte Seoane: „Wir werden extrem gefordert sein gegen eine Mannschaft, die sehr intensiv spielt.“ Jedoch hat Wolfsburg zuletzt sechs Auswärtsspiele in Serie verloren − und Gladbach seine vergangenen vier Pflichtspiele im Borussia-Park gewonnen.

Beim 2:1 gegen die TSG Hoffenheim am Samstag musste Seoane auf zehn verletzte oder erkrankte Spieler verzichten. Kurzfristig waren noch Mittelfeldspieler Julian Weigl (Zerrung), Verteidiger Max Wöber (Infekt) und Stürmer Tomas Cvancara (Muskelprobleme) ausgefallen. „Da gibt es bei allen ein bisschen Hoffnung, dass sie dabei sein können“, äußerte sich Seoane eher vorsichtig zu deren Einsatzchancen. Die „eine oder andere Entscheidung“ werde erst am Dienstag fallen, ergänzte der Trainer: „Für uns als Staff ist das eine Herausforderung.“ Es wird nun ein Wettlauf gegen die Zeit.