Kommentar

Die Pfiffe der Gladbach-Fans gehören zur Demokratie

Max Eberl.

Max Eberl.

Foto: firo

Mönchengladbach.  Gladbach-Manager Max Eberl hat einige Fans für die Pfiffe gegen die eigene Mannschaft kritisiert. Aber auch Pfiffe gehören zur freien Meinungsäußerung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zur gelebten Demokratie gehört auch die freie Meinungsäußerung. Das gilt sogar im Profifußball, wo in der Regel jene Mächtigen schier alles bestimmen, die das meiste Geld auf dem Konto haben. Neben den Strippenziehern im Hintergrund und den Protagonisten auf dem Rasen gibt es aber auch jene Schar an Interessierten, die das Geschehen beinahe täglich verfolgen. Genau diese riesengroße Gemeinschaft erst macht den Profifußball zu einer unfassbar wertvollen Ware.

Genau dies sollte man immer im Hinterkopf behalten. Und genau aus diesem Grund war Max Eberls Fan-Schelte nach dem HSV-Heimsieg mindestens sehr mutig. Die eigene Klientel zu beschimpfen, auch wenn es in der Sache noch so berechtigt erscheint, birgt immer auch die Gefahr des Eigentores.

Doch Eberl war clever genug, seine Wortwahl zu revidieren und dennoch auf Gladbachs Grundsatzpro­blem hinzuweisen. Die Erwartungshaltung nach zwei Saisons in der Champions League ist gewaltig. Gerade bei jenen Zuschauern, die nicht in schwarz-grüner Unterhose zu Bett gehen.

Eberl wird weiter ein dickes Fell brauchen

Einige dieser Anhänger erkennen offenbar zehn Minuten Atempause auf dem Rasen nicht als notwendiges taktisches Mittel an. Aber auch dies gehört zur Demokratie, zur freien Meinung. Sportdirektor Eberl wird weiter ein dickes Fell brauchen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik