Gladbach-Trainingsauftakt

Gladbach-Trainer Hecking: „Wir sollten in Deutschland wieder runterkommen“

Borussia Mönchengladbach startet in die neue Saison.

Foto: firo

Borussia Mönchengladbach startet in die neue Saison. Foto: firo

Mönchengladbach  Borussia Mönchengladbach ist in die Saison gestartet. Trainer Dieter Hecking mahnt, die Ziele nicht zu hoch zu stecken. Ein Star ist begehrt.

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Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking hat beim Trainingsauftakt seiner Mannschaft die oft hohe Erwartungshaltung in Deutschland kritisiert – und auch bei Gladbach solle man nicht zu viel erwarten. „Ich denke, gerade jetzt hat ganz Deutschland erfahren, wie es mit Erwartungen sein kann“, meinte Hecking und sprach damit über das Aus der deutschen Nationalmannschaft in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Russland.

„Ich glaube, in Deutschland sind Erwartungen generell sehr, sehr hoch und dann ist die Enttäuschung umso größer“, so Hecking, „wir sollten alle mal in Deutschland ein bisschen runterkommen und deswegen ist das Ausscheiden bei der WM vielleicht nicht schlecht, um alle mal wieder ein bisschen zu erden“.

Auch bei seinem Klub wünscht sich Hecking, die Zielsetzung nicht zu hoch zu stecken. „Wir sollten jetzt erst mal schön kleine Brötchen backen und gucken, dass wir gut arbeiten und uns gut vorbereiten auf die Saison – und alles andere zählt erst mal gar nicht“, erklärte der Trainer. Auf die Frage, ob dies im modernen Fußball überhaupt möglich sei, antwortete Hecking: „Da, wo wir Einfluss nehmen können, ist das möglich. Was andere machen, interessiert mich herzlich wenig.“

Doch natürlich weiß auch Hecking, dass sich seine Mannschaft verbessern muss, damit die kommende Saison nicht ähnlich unruhig wird wie die letzte. Die verlief enttäuschend, Gladbach wurde am Ende nur Tabellenneunter, verpasste die Qualifikation für Europa. Das soll besser werden. Das muss besser werden, wenn Trainer Dieter Hecking seinen Job festigen will – sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Die Gespräche über eine Verlängerung sollten eigentlich in diesem Sommer stattfinden, doch sie wurden überraschend vertagt. Dies darf man durchaus als Misstrauensvotum von Manager Max Eberl verstehen.

Hazard könnte Gladbach noch verlassen

Hoffnung macht, dass viele Spieler, die in der letzten Saison lange ausfielen, beim ersten Training wieder auf dem Platz standen wie etwa Ibrahima Traoré, Fabian Johnson oder auch Tobias Strobl. Und natürlich bastelt Eberl weiter am Kader.

Fünf Zugänge hat Borussia Mönchengladbach bislang: Michael Lang (FC Basel Außenverteidiger), Andreas Poulsen (FC Midtjylland/linker Verteidiger), Keanan Bennetts (Tottenham Hotspur U23/linkes Mittelfeld), Torben Müsel (1. FC Kaiserslautern/Mittelstürmer) und Rückkehrer Florian Neuhaus (ausgeliehen an Fortuna Düsseldorf/defensives Mittelfeld).

Trotzdem könnte sich noch entscheidendes Verändern. Gut möglich etwa, dass Thorgan Hazard die Fohlen noch verlässt, der in der letzten Saison immerhin zehn Tore erzielte und acht vorbereitete. Hazard spielt derzeit bei der Weltmeisterschaft in Russland für die belgische Nationalelf. Sein Vertrag in Gladbach gilt noch bis 2020, aber bei einer hohen Ablösesumme würde Manager Max Eberl den 25-Jährigen wohl ziehen lassen. Dann bräuchte der Klub allerdings einen Ersatz für die Offensive.

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