Gladbach

Gladbach: Vestergaard steht vor einem Wechsel nach England

Verlässt Borussia Mönchengladbach wahrscheinlich: Jannik Vestergaard.

Verlässt Borussia Mönchengladbach wahrscheinlich: Jannik Vestergaard.

Foto: Getty Images

Mönchengladbach.  Jannik Vestergaard wechselt voraussichtlich von Borussia Mönchengladbach zum FC Southampton. Die Borussia würde etwa 20 Mio Euro kassieren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Max Eberl wird in der letzten Zeit nicht müde, sich über das Ausmaß des Transfermarktes im Profi-Fußball zu beklagen. „Auf dem Markt ist sehr viel Schindluder, Unkorrektheit und Respektlosigkeit unterwegs“, meinte der Manager von Borussia Mönchengladbach zuletzt.

Nur: Auf diesem Markt lässt sich eben auch sehr viel Geld verdienen. Und die Borussia kann jetzt von den überdimensionierten Ablösesummen profitierten. Denn Verteidiger Jannik Vestergaard steht kurz vor einem Wechsel zum englischen Erstligisten FC Southampton. Schon heute könnte der Transfer offiziell bestätigt werden. Die Gladbacher würden für den Transfer etwa 20 Millionen Euro kassieren.

Große finanzielle Möglichkeiten

Viel Geld für den 25-Jährigen, der bei der Weltmeisterschaft in Russland keine Minute für Dänemark auf dem Rasen stand. Doch Southampton verfügt nun mal über große finanzielle Möglichkeiten. Auch deswegen, weil der Klub in der vergangenen Saison gut 80 Millionen Euro für Abwehrspieler Virgil van Dijk von Jürgen Klopps FC Liverpool überwiesen bekommen hat — womit sich der Kreis zum verrückten Ausmaß des Transfermarktes schließt.

Die Borussia würde durch den Vestergaard-Abgang zwar einen Leistungsträger verlieren, der in der vergangenen Spielzeit in 32 von 34 möglichen Partien auf dem Rasen stand, dabei als Abwehrspieler immerhin drei Treffer erzielte. Das Gute ist aber, dass Trainer Dieter Hecking vermutlich Vestergaard mit einem Profi aus den eigenen Reihen ersetzen kann.

Rechtsverteidiger Nico Elvedi soll ins Zentrum rücken und neben Nationalspieler Matthias Ginter Gegentore verhindern. Auf der rechten Seite könnte dafür Neuzugang Michael Lang (FC Basel, Ablösesumme rund drei Millionen Euro) verteidigen.

Dadurch würde Eberl Geld sparen, das er an anderer Stelle investieren kann. Denn immer noch sucht der Verein einen Stürmer und versucht, Alassane Pléa an den Niederrhein zu locken. Der hat in der vergangenen Spielzeit 16 Treffer für den französischen Erstligisten OGC Nizza erzielt. Hinzu kamen noch sechs Torvorlagen. Eine beachtliche Quote, die ihn natürlich nicht zu einem Schnäppchen macht. Auch für ihn würden etwa 20 Millionen Euro fällig, die der OGC Nizza verlangt. Das Vestergaard-Geld wäre also direkt wieder weg. Auch Max Eberl müsste nun mal die Preise zahlen, die derzeit auf dem Transfermarkt verlangt werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben