Gladbach

Rot für Manager Eberl und Spieler Plea: Gladbacher Pleite

Gladbachs Alassane Plea sieht Gelb-Rot von Schiedsrichter Markus Schmidt.

Gladbachs Alassane Plea sieht Gelb-Rot von Schiedsrichter Markus Schmidt.

Foto: Getty

Freiburg.  Borussia Mönchengladbach verliert 0:1 beim SC Freiburg. Damit hat Gladbach der Konkurrenz im Königsklassen-Vierkampf eine Steilvorlage geliefert.

Super-Joker Nils Petersen und eigene Aussetzer haben Borussia Mönchengladbach Big Points gekostet: Die Rheinländer unterlagen zum Auftakt des 30. Spieltags der Fußball-Bundesliga 0:1 (0:0) beim SC Freiburg. Damit hat Gladbach den Breisgau-Bann erneut nicht gebrochen und der Konkurrenz im Königsklassen-Vierkampf eine Steilvorlage geliefert. Durch die Niederlage verpasste die Borussia, die seit über 18 Jahren auf einen Sieg in Freiburg wartet, den Sprung auf Platz drei und bleibt vorerst Vierter.

Petersen (59.) bestrafte mit seinem Tor kurz nach seiner Einwechslung die Mannschaft von Trainer Marco Rose, die am kommenden Spieltag bei Bayern München ran muss. Die Gladbacher, die sich mit Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen um die drei freien Plätze in der Champions League hinter den Bayern streiten, ließen zu viele Chance liegen. Zudem flogen Stürmer Alassane Plea (68.) und Sportdirektor Max Eberl vom Platz (69.) - Letzteres ein Novum in der Bundesliga.

Gladbach zunächst überlegen

Beim Geisterspiel im Schwarzwaldstadion ging es gleich in den ersten Minuten lebhaft zu. Gladbach bestimmte das Geschehen, Freiburg lauerte auf Konter. Luca Waldschmidt vergab die erste Chance für den SC (8.). Die Gäste, die ohne Breel Embolo, Fabian Johnson, Tobias Strobl und Denis Zakaria auskommen mussten, machten zunächst zu wenig aus ihrer Feldüberlegenheit. Die Freiburger, bei denen Manuel Gulde fehlte, verteidigten geschickt.

In der 16. Minute war die SC-Abwehr dann aber doch überlaufen. Nach starker Vorarbeit des Gladbacher Kapitäns Lars Stindl scheiterte Torjäger Plea am Freiburger Torwart Alexander Schwolow. Nach dieser Szene lag die Borussen-Führung in der Luft, die Gäste machten im Freiburger Regen gewaltig Druck.

Treffer von Neuhaus zählt nicht

Florian Neuhaus hatte nach einem Fehler des Freiburgers Roland Sallai die Führung auf dem Fuß (26.). Als der Mittelfeldspieler im zweiten Versuch traf, stand er im Abseits. Das torlose Remis nach einer halben Stunde war glücklich für Freiburg. In der 37. Minute war es erneut Neuhaus, der eine Großchance nicht nutzen konnte. Die Vorarbeit kam wieder vom überragenden Stindl. Auf der Gegenseite prüfte Lucas Höler in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Gladbacher Torwart Yann Sommer.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es SC-Nationalspieler Robin Koch, der mit einem Distanzschuss für Gefahr sorgte (49.). Grundsätzlich änderte sich aber nichts am Spielverlauf, Gladbach dominierte die Partie.

Dennoch war es Petersen, der Sekunden nach seiner Einwechslung per Kopf einen Freistoß des früheren Gladbachers Vincenzo Grifo verwertete. Kurz darauf flog erst Plea mit Gelb-Rot vom Platz, dann sah auch Eberl wegen Meckerns Rot - als erster Verantwortlicher der deutschen Eliteliga. Er musste den Innenraum verlassen. (sid)

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