3. Liga

2:3 nach 2:0 - MSV Duisburg verspielt sicher geglaubten Sieg

Berikoglu darf jubeln, die Duisburger sind konsterniert: Der MSV verlor das Topspiel in München trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3.

Berikoglu darf jubeln, die Duisburger sind konsterniert: Der MSV verlor das Topspiel in München trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3.

München.  Der MSV Duisburg hat das erste Drittliga-Spiel nach der Corona-Pause verpatzt. Trotz des 2:3 bei 1860 München bleiben die Zebras Tabellenführer.

Schreck in der Geisterstunde! Fußball-Drittligist MSV Duisburg verspielte am Sonntag beim Re-Start an der Grünwalder Straße beim TSV 1860 München eine 2:0-Führung. Die Zebras verloren das erste Geisterspiel der Vereinsgeschichte mit 2:3 (1:0). Der MSV bleibt zwar Spitzenreiter, doch die Liga ist enger zusammengerückt.

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht musste nach den langfristigen Ausfällen von Joshua Bitter und Petar Sliskovic vor dem Gastspiel an der Grünwalder Straße zwei weitere personelle Rückschläge hinnehmen. Verteidiger Vincent Gembalies und Mittelfeldspieler Yassin Ben Balla blieben zu Hause. Gembalies plagt sich mit einem eingeklemmten Nerv im Rücken herum. Ben Balla verspürte beim Abschlusstraining ein Ziehen im Adduktorenbereich. Um kein Risiko einzugehen, verzichtete Lieberknecht auf den Franzosen.

Neuling auf der MSV-Bank

Der MSV spielte mit Budimbu, Boeder, Compper und Sicker in der Abwehrkette. Die Doppel-Sechs bildeten Albutat und Jansen. Daschner, Stoppelkamp und Krempicki waren in der offensiven Dreierkette unterwegs. Sturmspitze war Vermeij, das Tor hütete Weinkauf. U-19-Spieler Darius Ghindovean saß erstmals auf der Bank der Profis.

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative und setzten den MSV unter Druck. Brenzlig wurde es in der Anfangsphase für die Zebras nur selten. In der sechsten Minute blockte Marvin Compper einen Schuss von 60-Stürmer Stefan Lex ab, den Nachschuss setzte Herbert Paul weit neben den Duisburger Kasten.

Der MSV setzte in der 23. Minute ein erstes Ausrufezeichen. Im Anschluss an eine schöne Kombination, die von Marvin Compper ausging, kam Vincent Vermeij an der Strafraumgrenze frei an den Ball, doch der Duisburger Stürmer verstolperte die Kugel. München kam in der 32. Minute durch Lex aus kurzer Distanz per Hacke zu einer Chance, doch Leo Weinkauf war im Duisburger Tor aufmerksam und bereinigte die Situation.

Stoppelkamp auf Compper - und es steht 1:0 für den MSV

Im Gegenzug klärte 60-Keeper Marco Hiller einen Schuss von Moritz Stoppelkamp zur Ecke. Der MSV-Kapitän führte den Eckstoß selbst aus. Marvin Compper kam frei zum Kopfball und erzielte das 1:0 für den MSV (33.). Ein Tor nach einer Standard-Situation: Das gelingt dem MSV in dieser Saison nur selten. In der 42. Minute verfehlte Stoppelkamp aus 18 Metern knapp das Münchener Tor.

Im zweiten Durchgang erwischten die neon-gelben Trikots spielenden Duisburger einen Auftakt nach Maß. Arne Sicker setzte mit einen langen Zuckerpass Vincent Vermeij in Szene. Diesmal machte es der Niederländer besser als in der ersten Halbzeit und schob aus 14 Metern abgeklärt zum 0:2 ein.

1860 reagierte, die Löwen wurden bissiger. Sascha Mölders versuchte es zweimal mit Distanzschüssen (53., 56.). In der 58. Minute brachte 60-Trainer Michael Köllner mit Prince Osei Owusu und Markus Willsch zwei frische Kräfte.

Owusu stellt das Spiel auf den Kopf

In der 68. Minute verkürzten die Löwen, und der eingewechselte Owusu verdiente sich im Zusammenspiel mit Dennis Dressel einen Assist. Dressel traf aus zehn Metern zum 1:2. Nur fünf Minuten später jubelten die Gastgeber erneut. Efkan Bekiroglu ließ Arnold Budimbu und Tim Albutat aussteigen und traf mit einem satten Schuss aus 18 Metern in den Winkel zum 2:2. In der 79. Minute hatte der MSV Glück. Dass Owusu zu überrascht war und aus kurzer Distanz zu zaghaft abschloss. Im Gegenzug prüfte Vermeij 60-Keeper Hiller, der zur Ecke klären konnte.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit den besseren Möglichkeiten für die Gastgeber. In der 86. Minute avancierte Prince Osei Owusu zum Geisterstunden-Schreck. Auf Zuspiel von Sascha Mölders traf er aus 15 Metern zum 3:2 für die Münchener. Eine Minute später bewahrte Leo Weinkauf den MSV vor dem 2:4. Er rettete gegen Lukas Boeder, der aufs eigene Tor geköpft hatte.

1860 München gegen MSV Duisburg: Der Live-Ticker zum Nachlesen

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