Osnabrück. Der MSV Duisburg zeigte großen Kampf dennoch musste sich das Team im Eröffnungsspiel der 3. Liga dem VfL Osnabrück 0:1 geschlagen geben.

Eine Anhängerin des VfL Osnabrück und ein Fan des MSV Duisburg trugen im Stadion an der Bremer Brücke vor dem Spiel gemeinsam den Siegerpokal der 3. Fußball-Liga auf den Platz. Der Pott wird erst später vergeben, am Freitag ging es „nur“ um die ersten Punkte in der neuen Saison. Die sackten die Niedersachsen ein. Mit 1:0 (0:0) gewann der VfL Osnabrück das Eröffnungsspiel. Der MSV musste sich dabei unter Wert geschlagen geben. Die Meidericher lieferten eine starke kämpferische Leistung ab. Neuzugang Sebastian Mai überragte phasenweise in der Innenverteidigung. Am Ende reichte es nicht für etwas Zählbares.

MSV musste kurzfristig vier Erkrankte ersetzen

Dabei erwischte es die Zebras gleich zum Saisonstart personell knüppeldick. Unmittelbar vor der Abfahrt nach Osnabrück meldeten sich Joshua Bitter, Tobias Fleckstein, Marvin Knoll und Rudolf Ndualu erkrankt und angeschlagen ab. Ob es sich dabei auch um Corona-Infektionen handelt, ließ der MSV am Freitag zunächst offen. Julian Hettwer (erkrankt), Phillip König (Aufbautraining) und die Langzeitverletzten Rolf Feltscher und Leroy Kwadwo waren ohnehin schon aus dem Rennen. Auf der Duisburger Bank saßen nur fünf Spieler, darunter beide Ersatztorhüter sowie Innenverteidiger Vincent Gembalies, mit dem der MSV nicht mehr plant. Gut, dass Offensivmann Gordon Wild am Donnerstag noch einen Vertrag erhielt...

Duisburgs Alaa Bakir entkommt der Osnabrücker Attacke.
Duisburgs Alaa Bakir entkommt der Osnabrücker Attacke. © firo

Aus der personellen Not heraus kam Mittelfeldspieler Marlon Frey im 4-2-3-1-System als Rechtsverteidiger zum Einsatz. Kapitän Moritz Stoppelkamp agierte im zentralen Mittelfeld, orientierte sich zeitweise aber auch als zweite Spitze weiter nach vorne. Etwas überraschend erhielt Youngster Caspar Jander einen Startplatz.

Aziz Bouhaddouz vergibt erste Duisburger Großchance - VfL im Abseits

14.256 Zuschauer sorgten für die klassische biestige Bremer-Brücken-Stimmung. Die Gastgeber gaben im Hexenkessel zunächst den Ton an. Mit einem Freistoß aus 22 Metern prüfte Ba-Muaka Simakala MSV-Keeper Vincent Müller (13.). Vier Minuten später jubelten die Gastgeber, die entsprechende Musik ertönte bereits, doch Schiedsrichter Patrick Hanslbauer nahm den Osnabrückern mit einem Pfiff die Freude. Erik Engelhardt, der Simakalas Seitfallzieher abfälschte, stand hauchdünn im Abseits.

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In der 25. Minute vergab Aziz Bouhaddouz den ersten Duisburger Hochkaräter. Nach starker Vorarbeit von Moritz Stoppelkamp und Marvin Bakalorz scheiterte er aus kurzer Distanz an VfL-Torwart Philipp Kühn. MSV-Keeper Vincent Müller konnte sich in der 35. Minute zum zweiten Mal auszeichnen. Der 21-Jährige war bei einem Schuss aus zehn Metern von Robert Tesche mit einem starken Reflex zur Stelle. In der 41. Minute sorgte Simakala wieder per Freistoß für Gefahr, traf aus 20 Metern aber über das Duisburger Tor. Im Gegenzug vergab Moritz Stoppelkamp aus halblinker Position, indem er weit verzog.

Müller zeigt Glanzparaden, doch ein Schuss sitzt doch

Mit Chinedu Ekene für Alaa Bair startete der MSV in die zweite Halbzeit. Der VfL hatte weiter mehr Spielanteile, der MSV hielt kämpferisch stark dagegen. In der 58. Minute hatten die Zebras Glück, als Robert Tesche nach einem Eckball per Kopf den Pfosten traf. In der 71. Minute behinderten sich Aziz Bouhaddouz und Niklas Kölle beim Kopfballversuch vor dem VfL-Tor nach einer Flanke von Marlon Frey gegenseitig.

In der 81. Minute war MSV-Schlussmann Vincent Müller mit der dritten Glanztat im Spiel zur Stelle. Er entschärfte einen fulminanten Schuss von Leandro Putaro. Eine Minute später rettete Müller zunächst aus kurzer Distanz, musste wenige Sekunden später dann aber doch hinter sich greifen. Mit einem Schuss aus 25 Metern in den Winkel traf Sven Köhler zum 1:0. Müller hatte keine Chance.

Erste MSV-Niederlage in Osnabrück seit 32 Jahren

MSV-Trainer Torsten Ziegner brachte in der Schlussphase noch Kolja Pusch für Aziz Bouhaddouz und Gordon Wild für Moritz Stoppelkamp. Der Lucky Punch zum Remis war den Zebras aber nicht mehr vergönnt.

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Damit musste sich de MSV zum ersten Mal seit 32 Jahren an der Bremer Brücke geschlagen geben. Nach der DFB-Pokalpause geht es für den MSV nun am Freitag, 5. August, 19 Uhr, mit dem Revierkracher gegen Aufsteiger Rot-Weiß Essen weiter.

Die Startaufstellung:

  • Osnabrück: Kühn - Traore, Gyamfi, Chato, Kleinhansl - Tesche, Köhler - Simakala, Putaro - Engelhardt, Heider. - Trainer: Scherning
  • Duisburg: Vincent Müller - Ajani, Mai, Senger, Kölle - Frey, Bakalorz - Jander, Bakir, Stoppelkamp - Bouhaddouz. - Trainer: Ziegner
  • Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Fürth)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Osnabrück - Duisburg