Duisburg. Einige Konkurrenten sind dem MSV Duisburg im Abstiegskampf der 3. Liga bereits enteilt. Die Zebras stehen vor einer schweren Mission.

Der Blick aus der Distanz in den Ludwigspark dürfte bei den Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg am Sonntag gemischte Gefühle, vielleicht auch Unbehagen ausgelöst haben. Der 1. FC Saarbrücken, der ursprünglich um die vorderen Plätze mitspielen wollte, verschaffte sich mit einem 1:0-Sieg über Spitzenreiter Dynamo Dresden in der unteren Tabellenhälfte Luft.

MSV Duisburg
© Jürgen Fromme /firo Sportphoto | Jürgen Fromme

Zum einen demonstrierten die Saarländer, die sich unlängst als Sensationsbezwinger des FC Bayern München im DFB-Pokal hervortaten, dass sie aktuell gut drauf sind. Am Mittwoch, 29. November, muss der MSV Duisburg zum Nachholspiel in Saarbrücken antreten. Und zum anderen ist erst einmal ein weiteres Team außer Reichweite der Zebras getreten. Der MSV ist mit acht Punkten Schlusslicht. Beim FCS stehen nun zehn Punkte mehr auf dem Konto.

MSV Duisburg liegt sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer

MSV-Trainer Boris Schommers will sich bis zur Winterpause bis an den Strich in der Tabelle heranrobben, im Idealfall gar darüber springen. Sechs Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf Platz 16, sechs Spiele stehen für den MSV in diesem Jahr noch auf dem Programm.

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Aktuell kann es der MSV punktemäßig bis Weihnachten realistisch gesehen nur noch mit vier Teams aufnehmen. Der SC Freiburg II ist mit neun Punkten Vorletzter. Platz 18 belegt der SV Waldhof Mannheim, Platz 17 Aufsteiger VfB Lübeck (beide 13 Punkte). Den Rettungsplatz 16 nimmt derzeit der Hallesche FC mit 14 Zählern ein. Davor steht dann schon der 1. FC Saarbrücken.

MSV Duisburg: Zwei Neulinge mischen oben mit

Ein Problem des MSV ist zudem, dass Teams, die vor der Saison eher als Teilnehmer am Abstiegskampf erwartet wurden, die Erwartungen (wohl auch die eigenen) bislang zum Teil deutlich übertroffen haben. Der SC Verl ist mit 24 Punkten Vierter, dahinter folgen die Aufsteiger SSV Ulm 1846 und SpVgg Unterhaching mit jeweils 22 Zählern. Preußen Münster hat als weiterer Neuling auf Platz elf aktuell zwölf Punkte mehr als der MSV auf dem Konto.

MSV Duisburg muss noch rund 30 Punkte sammeln

Noch ist nicht abzusehen, wie viele Zähler am Ende für den Klassenerhalt reichen werden. In den letzten drei Jahren reichten jeweils 38 Punkte für Platz 16. Demnach müsste der MSV in den verbleibendem 24 Spielen noch 30 Punkte einsammeln – das sind zehn Siege oder 1,25 Punkte pro Spiel. Derzeit liegt der Schnitt bei 0,57 Punkten pro Partie.

Die Tordifferenz außen vor gelassen, waren in der Saison 2019/20 45 Punkte und 2018/19 46 Punkte für einen Platz am rettenden Ufer notwendig. Da mag der Duisburger Fan den Taschenrechner gar nicht erst einschalten.