Derby

Der MSV Duisburg will im Derby das wahre Gesicht zeigen

Im Hinspiel gab es einen vierfachen Pfostentreffer. Stanislav Iljutcenko (links) und Kingsley Onuegbu konnten es nicht fassen.

Im Hinspiel gab es einen vierfachen Pfostentreffer. Stanislav Iljutcenko (links) und Kingsley Onuegbu konnten es nicht fassen.

Foto: Eibner-Pressefoto/Mark Bohla

Duisburg.   Trainer Ilia Gruev erwartet, dass der MSV Duisburg im Derby gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag anders auftritt als zuletzt in Kiel.

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Ilia Gruev, Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, sprach vor dem Derby gegen Fortuna Düsseldorf, das am Sonntag 13.30 Uhr in der Schauinslandreisen-Arena beginnt, vom Aufstieg. „Fortuna ist der Top-Favorit. Die werden wahrscheinlich aufsteigen“, sagte der 48-Jährige über den Tabellenführer. Für Gruev selbst geht es vielmehr darum, endlich die 40 Punkte voll zu machen. Nach dem 0:5-Debakel in Kiel vor Wochenfrist ist es der zweite Versuch der Zebras, die Marke, die als Synonym für den Klassenerhalt steht, zu erreichen.

Das Spiel in Kiel haben die Duisburger hinter sich gelassen. Schlüssige Erklärungen für die mit Abstand schlechteste Saisonleistung gab es auch im Nachklang des unerfreulichen Ostsee-Ausflugs nicht. „Es gibt im Laufe der Saison solche Tage“, sagt Gruev.

Gruev setzt auf den Derby-Geist

Der Trainer erwartet nun, dass seine Mannschaft gegen Düsseldorf „ihr wahres Gesicht wieder zeigt“. Während den mitgereisten 1000 Fans auf den Rängen in Kiel die Gesichtszüge entglitten, hatten sich die MSV-Profis vermummt. Nun sollen am Sonntag die Masken fallen. Fans und Trainer wollen das sehen, was die Zebras in dieser Saison über weite Strecken stark gemacht hat. Das geht schon bei der angemessenen Einstellung, die dem Team in Kiel fehlte, los.

Ilia Gruev ist zuversichtlich, dass allein schon die Konstellation des Spiels seine Mannschaft elektrisieren wird. „Es ist ein Derby. Das Wort sagt alles“, so Gruev, der fordert, dass seine Mannschaft „dieses Derby lebt“. So hatte der Deutsch-Bulgare schon im Januar seine Erwartungen vor dem Spiel in Bochum formuliert. Der MSV gewann dieses Match bekanntlich mit 2:0.

Turbulentes Hinspiel

Mit Enis Hajri und Dustin Bomheuer kehren die beiden zuletzt an Grippe erkrankten Abwehrspieler in die Startelf zurück. Mit Hajri auf der rechten Seite und Bomheuer neben Gerrit Nauber im Abwehrzentrum kann Trainer Gruev die Abwehrreihe aufbieten, die sich in dieser Saison als die stabilste Variante erwiesen hat.

Ansonsten sind keine Veränderungen zu erwarten. Somit erhalten alle weiteren Spieler, die in Kiel am Ball waren, die Gelegenheit zu beweisen, dass das Match gegen die Störche eine unerfreuliche Ausnahme war.

Beim Hinspiel stimmte die Einstellung der Zebras – trotz einer 1:3-Niederlage. Bei der Partie in Düsseldorf im Oktober kam für den MSV vieles zusammen. Die beiden frühen Gegentore, der „Vierfach-Pfosten-Treffer“ in der zweiten Halbzeit, der verschossene Foulelfmeter von Moritz Stoppelkamp. Die Meidericher sahen sich damals unter Wert geschlagen.

Fortuna Düsseldorf kehrte nach drei Spielen ohne Sieg am vergangenen Sonntag mit einem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli zurück in die Spur. Die Landeshauptsädter wollen an der Wedau ebenfalls ein anderes Gesicht zeigen: Beim letzten Auswärtsspiel in Regensburg verspielte das Team von Trainer Friedhelm Funkel eine 3:0-Führung und verlor noch mit 3:4.

Schmitz fällt bei der Fortuna aus

Der Düsseldorfer Trainer rechnet am Sonntag nicht mit einem vergleichbaren Spektakel wie in Regensburg oder im Hinspiel gegen den MSV. Er erwartet ein Spiel, das von der Taktik geprägt sein wird. Der 64-Jährige ist überzeugt davon, dass der MSV im Derby tatsächlich sein wahres Gesicht zeigen wird. „Das Spiel in Kiel wird der MSV verkraften. Der VfB Stuttgart hat als späterer Aufsteiger in der letzten Saison auch mal 0:5 in Dresden verloren. Das passiert im Fußball und man muss die Lehren aus diesen Dingen ziehen. Wir werden einen ganz anderen MSV Duisburg sehen“, sagte Friedhelm Funkel am Freitag.

Auf Düsseldorfer Seite fällt Abwehrspieler Lukas Schmitz mit einem Magen-Darm-Virus aus. Auch Torjäger Benito Raman war zuletzt erkrankt. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

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