MSV Duisburg

Die Azubis sind beim MSV Duisburg angekommen

Ein alter und ein nicht mehr ganz so junger Hase aus dem eigenen Nachwuchsbereich des MSV: Moritz Stoppelkamp (rechts) und Ahmet Engin.

Ein alter und ein nicht mehr ganz so junger Hase aus dem eigenen Nachwuchsbereich des MSV: Moritz Stoppelkamp (rechts) und Ahmet Engin.

Foto: Revierfoto / imago/Revierfoto

Duisburg.  Beim 3:1-Sieg über Kaiserslautern gehörten sechs Spieler, die beim MSV Duisburg im Nachwuchsbereich unterwegs waren, dem Kader an.

Torsten Lieberknecht verteilte nach dem 3:1-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Freitag Blumen. Der Cheftrainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg ging den Kader durch und stellte fest, dass fünf Spieler aus der eigenen Jugend im Aufgebot standen. Der Coach nutzte dies, um dem Team um Jugendcheftrainer Uwe Schubert ein dickes Lob auszusprechen.

Es sei dem 46-Jährigen verziehen: Einen Spieler hatte Lieberknecht übersehen, denn Kapitän Moritz Stoppelkamp war einst auch im Nachwuchs der Zebras am Ball. Der Buchholzer erlernte von 1997 bis 2002 sein Handwerk an der Westender Straße, ehe er als 15-Jähriger zu Fortuna Düsseldorf wechselte. Es sollte bekanntlich bis 2017 dauern bis Stoppelkamp den Weg zurück nach Meiderich fand.

Vor wenigen Jahren gab es in diesem Medium eine Übersicht über Spieler aus der eigenen Jugend, die dem MSV aus verschiedenen Gründen durch die Lappen gingen und bei anderen Klubs zündeten. Unter anderem Mirko Boland, der unter Lieberknecht bei Eintracht Braunschweig zur festen Größe wurde, Sascha Mölders, Simon Terodde – damals auch Moritz Stoppelkamp – und der Grieche Konstantinos Mitroglou, der sich durch seine hochkarätigen Wechsel auf internationaler Ebene und den damit verbundenen Ausbildungsentschädigungen für den MSV zumindest als eierlegende Wollmichsau verdient gemacht hat.

Lieberknecht: „Bestätigung für alle Trainer“

Nun geht es nicht um die Frage, was hätte sein können, sondern um die Bestandsaufnahme, was der MSV in der Jugendarbeit erreicht hat. Torsten Lieberknecht machte am Freitag deutlich, dass der MSV mit dem aktuellen Kader beim Anspruch, ein Ausbildungsverein zu sein, auf dem richtigen Weg sei. Lieberknecht: „Das ist eine Bestätigung für alle Trainer, die bei uns im Nachwuchsbereich tätig sind.“

Moritz Stoppelkamp (32) ist derzeit der alles überragende MSV-Spieler, der auch in der Liga zu den Besten gehört. In der Notenrangliste des Fachmagazins Kicker ist er zwar auf Platz drei abgerutscht, das wird der Toptorjäger verschmerzen können. Mittelfeldspieler Lukas Daschner (21) ist in dieser Rangliste auf Platz 15 zu finden. Mit fünf Treffern und vier Assists trug er entscheidend dazu bei, dass der MSV derzeit auf Rang drei steht.

Jonas Brendieck ist beim MSV die Nummer zwei

Ahmet Engin gehört mit seinen 23 Jahren schon zu den älteren Hasen in der Jugendriege. Der Flügelspieler konnte sich in dieser Saison allerdings bislang keinen Stammplatz erkämpfen – auch weil er zweimal verletzt war.

Außenverteidiger Migel-Max Schmeling (19) verbuchte in dieser Saison bereits drei Einsätze und bestand dabei seine Feuertaufe im Heimspiel gegen 1860 München. Innenverteidiger Vincent Gembalies (19) legte am Freitag gegen Kaiserslautern ein solides Debüt hin und ist im Zuge der Verletzungen seiner Kollegen weiter gefordert.

Als Ersatztorhüter saß am Freitag Jonas Brendieck auf der Bank. Es liegt in der Natur der Sache, dass er Stammkeeper Leo Weinkauf in dieser Saison nicht den Rang wird ablaufen können. Aber Trainer Torsten Lieberknecht sortierte ihn unlängst in der Hierarchie der Duisburger Ballfänger zumindest als Nummer zwei ein.

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