DFB-Pokal

Die nächste Gala: Der MSV Duisburg schlägt Fürth 2:0

Die nächste Feier: Die Mannschaft genoss nach dem Schlusspfiff den Gang in die Fankurve.

Die nächste Feier: Die Mannschaft genoss nach dem Schlusspfiff den Gang in die Fankurve.

Foto: Marius Becker / dpa

Duisburg.  Der MSV Duisburg hat im DFB-Pokal die zweite Runde erreicht. Die Zebras besiegten den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth verdient mit 2:0 (2:0).

Wenn der Fürther Spaß haben will, geht er in den heimischen Playmobil-Fun-Park in Zirndorf. Der Duisburger findet seine Freude derzeit in seiner Fußball-Arena. Drittligist MSV Duisburg lieferte am Sonntag – wieder einmal – eine Gala ab. Die Zebras besiegten in der ersten Runde des DFB-Pokals den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 (2:0). Beim MSV klingelt nun die Kasse: Der Klub nimmt durch den Einzug in die zweite Runde 351.000 Euro ein.

Vor dem Spiel deutete wenig darauf hin, dass die Zebras das Kleeblatt rupfen könnten. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht musste improvisieren. Stürmer Vincent Vermeij (Rippenprellung und Grippe) wurde nicht rechtzeitig fit. Ahmet Engin, der ihn in der Sturmspitze ersetzen sollte, knickte am Sonntagvormittag um. Per Röntgen konnten die Duisburger Mediziner einen Knöchelbruch ausschließen. Eine MRT-Untersuchung soll am Montag darüber Aufschluss geben, welche Bänder in Mitleidenschaft gezogen sind. Um eine Kaderstärke von 18 Mann zu erreichen, saß der am Knie lädierte Sebastian Neumann auf der Bank. Somit startete Leroy-Jacques Mickels im Angriffszentrum.

Der MSV erwischte einen Traumstart. Auf Fürther Seite hatte Ex-Zebra Havard Nielsen gerade mit einem Fallrückzieher einen Nadelstich gesetzt – MSV-Torwart Leo Weinkauf hatte kein Problem, den Ball zu sichern –, da stach der MSV auch schon richtig zu. Auf Zuspiel von Jo­shua Bitter startete Lukas Daschner auf der rechten Seite durch und knallte den Ball zur Duisburger 1:0-Führung in den Winkel.

Zehn Minuten später stand es 2:0 für den MSV. Joshua Bitter bediente Leroy-Jacques Mickels, der von rechts Tim Albutat in Szene setzte. Albutat bewies einen kühlen Kopf und überwand Fürth-Keeper Marius Funk.

In der 18. Minute hätte Albutat erneut zuschlagen können. In Anschluss an eine weite Flanke bekam er jedoch mit dem Kopf nicht genug Druck hinter den Ball. Vier Minuten später hatte Moritz Stoppelkamp das 3:0 auf dem Fuß. Nach einer kurzen Ecke zielte der Kapitän aus halblinker Position auf das Tor, der Fürther war jedoch mit den Fäusten zur Stelle.

Erfolgreiche Personal-Rochaden

Der MSV spielte den Gast aus dem Frankenland in der Anfangsphase an die Wand. Die Zebras spielten mit ihren Personalrochaden Fürth schwindelig. Daschner, Mickels, Krempicki und Stoppelkamp wechselten immer wieder ihre Position.

Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe Fürth wieder mit einer Offensivaktion für Gefahr sorgen konnte. Julian Green stand sträflich frei und setzte den Ball per Kopf an die Latte. Der MSV wurde nun nachlässiger. Daniel Keita-Ruel spielte in der 32. Minute Lukas Boeder aus, setzte den Ball jedoch über das Tor.

Kurz vor der Pause stand Marco Caligiuri im Fokus. Der frühere Duisburger holte Moritz Stoppelkamp von den Beinen und war mit der gelben Karte noch gut bedient.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff setzte Connor Krempicki mit einem Drehschuss die nächste Duftmarke (47.). Danach erspielte sich Fürth ein leichtes Übergewicht, die Gefahr für den MSV hielt sich jedoch in Grenzen. Daniel Keita-Ruel und Paul Jaeckel kamen beide in der 76. Minute zu Chancen, die Duisburger Abwehr meisterte jedoch die Situation.

In der Schlussphase wurde die Partie seitens der Gäste ruppiger, die Fürther kamen am Ende auf fünf gelbe Karten. In der 90. Minute setzte Moritz Stoppelkamp den Ball bei einem Freistoß an den Pfosten.

Für zwei MSV-Spieler gab es an diesem schönen Fußballabend noch zusätzliche Zückerchen. Trainer Lieberknecht wechselte Neuzugang Arnold Budimbu und Youngster Migel-Max Schmeling ein. Für Schmeling war es das Profi-Debüt, Budimbu freute sich über seinen ersten Einsatz bei seinem neuen Klub.

Der MSV schwimmt weiter auf seiner Erfolgswelle. Kapitän Moritz Stoppelkamp erklärte den Erfolg: „Die Einstellung aller Spieler stimmt. Hier gibt jeder Gas.“ Trainer Torsten Lieberknecht war stolz auf sein Team: „Wir haben einen großen Kampf geliefert.“

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