3. Liga

So will der MSV Duisburg den Ausfall von Compper auffangen

Au Backe! Innenverteidiger Marvin Compper wird dem MSV Duisburg erneut mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen Der Routinier zog sich wieder einen Muskelfaserriss zu. Diesmal ist die rechte Wade betroffen.

Au Backe! Innenverteidiger Marvin Compper wird dem MSV Duisburg erneut mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen Der Routinier zog sich wieder einen Muskelfaserriss zu. Diesmal ist die rechte Wade betroffen.

Foto: firo Sportphoto

Duisburg.  Marvin Compper liegt wieder mit einem Muskelfaserriss auf Eis und wird dem MSV Duisburg damit weiter fehlen. Warten auf Vincent Vermeij.

Im neuen Jahr präsentiert sich der Fußball-Drittligist MSV Duisburg konstant. Im Guten sowie im Schlechten. Da hat sich gegenüber 2019 noch nicht viel geändert. Die Zebras führen weiter die Liga an und untermauerten ihre Spitzenposition am Samstag mit einem 4:1-Sieg bei Preußen Münster. Aber auch das Verletzungspech haben die Meidericher mit ins neue Jahr genommen. Erneut hat es Marvin Compper erwischt: Der Innenverteidiger zog sich zum zweiten Mal einen Muskelfaserriss in der Wade zu.

Compper ging in Münster ohne gegnerische Einwirkung zu Boden und musste in der 69. Minute seinen Platz für Lukas Boeder räumen. Die Untersuchung am Montag in der Buchholzer Unfallklinik ergab, dass sich der Ex-Nationalspieler einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zugezogen hat.

Lukas Boeder wieder im Rennen

Im alten Jahr fehlte Compper mehrere Wochen aufgrund eines Muskelfasserisses in der linken Wade, den er sich im Oktober zugezogen hatte. Der Weg zurück war für den 34-Jährigen beschwerlich. Wenige Tage nach einem Comeback in einem Testspiel erlitt Compper einen Rückschlag. Erst am 15. Dezember kehrte er in den Ligabetrieb zurück.

Hinter Compper, der auch früher schon bei RB Leipzig und Celtic Glasgow Probleme mit den Muskelfasern hatte, liegt eine gute Wintervorbereitung, er präsentierte sich zum Ligastart in bester Verfassung. Die linke Wade hielt der Belastung stand, doch nun hat es die rechte Wade erwischt.

Über die zu erwartende Dauer des Ausfalls machte der MSV Duisburg am Montag keine Angaben. Realistisch dürfte eine vierwöchige Zwangspause sein. Zuletzt hatte sich Offensivkraft Sinan Karweina einen Muskelfaserriss zugezogen, der MSV hatte die Ausfallzeit mit vier Wochen veranschlagt.

Trainer Torsten Lieberknecht hat damit ein Luxusproblem weniger. Mit drei etablierten Innenverteidigern und Neuzugang Matthias Rahn hatte der Trainer in der Winterpause den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung angeheizt. Compper und Youngster Vincent Gembalies gingen als Gewinner aus diesem internen Wettbewerb hervor. Lukas Boeder musste sich als arrivierter Verteidiger mit dem Platz auf der Bank anfreunden. Die Konstellation hatte einen gewissen Charme: Der Routinier weist dem Nachwuchsmann im Defensivverbund den Weg. Nun kann Compper vorerst nur abseits des Platzes seine Erfahrung einbringen.

MSV Duisburg: Warten auf Vincent Vermeij

Mit Comppers Verletzung haben sich die Dinge nun wieder verschoben. Lieberknecht hatte Lukas Boeder im Vorfeld der Partie in Münster mit dem Satz „Er wird bald wieder auf dem Platz stehen“ Mut machen wollen – diese aktuelle Entwicklung hatte sich der Trainer natürlich nicht gewünscht. Im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Freitag (19 Uhr) wird nun das Duo Gembalies/Boeder das Vertrauen genießen. Und die sportliche Leitung kann nun mit der Gewissheit, mit der Rahn-Verpflichtung im Winter für weitere Engpässe in der Abwehr vorgesorgt zu haben, etwas ruhiger schlafen.

Heute nehmen die Zebras die Vorbereitung auf das Spiel gegen Eintracht Braunschweig in Angriff. Ob Stürmer Vincent Vermeij, der zuletzt mit einer Grippe flachlag und deswegen zwischenzeitlich sogar im Krankenhaus lag, bereits auf den Trainingsplatz in Meiderich zurückkehren kann, war am Montag noch offen.

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